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Tipp gegen beschlagendes Helmvisier
Verfasst: 20.11.2008, 08:12
von Matthias
Moin zusammen,
da ich zz immer noch fahre (trotz Regen) habe ich ein kleines Problem:
Mein Visier beschlägt permanent, teilweise fahre ich durch dicken Nebel.
Ich habe schon diverse "Anti-Fog"-Produkte einiger Anbieter ausprobiert, aber nichts
hat so richtig geholfen.
Kennt jemand von euch einen probaten Trick, wie man das Helmvisier vor dem Beschlagen
schützen kann?! Das mit dem Apfel hab ich auch schon ausprobiert, ist 'ne Riesen-Schmiererei und
bringt auch nix.
Bin gespannt.....
Re: Tipp gegen beschlagendes Helmvisier
Verfasst: 21.11.2008, 06:53
von Olinger123
Hallo Matthias!
Lass das Visier einfach weg, wir sind doch Männer
Da wir uns schon einige Zeit nicht gesehen haben, viele liebe Grüße.
Re: TOPP-Tipp gegen beschlagendes Helmvisier
Verfasst: 21.11.2008, 20:27
von cocopelli
Auch wenn's für's rollern etwas overdressed sein mag:

SCHUBERTH S1 PRO
- 100% beschlagfrei durch Antifogscheibe (Doppelscheibe, die auch beim Anhauen NICHT beschlägt)
- Der definitiv leiseste Helm am Markt
- Klappbare Sonnenblende/ brille während der Fahrt mittels Schieber vorne am Kinnbereich
- Extrem gut belüftet - gerade im Sommer eine echte Wohltat
- Topp Rundumsicht durch sehr großen Visierbereich nach hinten
Ich fahre den Helm in der 2. Generation hauptsächlich auf meiner Virago und ich sage:
Man kann für Geld keinen besseren Helm kaufen
Grüßle v. chris alias ~cocopelli~®
Re: Tipp gegen beschlagendes Helmvisier
Verfasst: 23.11.2008, 06:47
von Nansen
Eigentlich fahre ich ja am liebsten mit Brille, aber die Vernunft hat dann irgendwann gesiegt und so kam es zu folgender Idealkombination:
Kein Cromwell und keine Römerhalbschale mehr, sondern nur noch der klassische Nolan-Jethelm. Der ist nicht so überbreit und bietet genauso wenig Windwiederstand wie all die anderen guten Helme, die es "damals" zu kaufen gab. Und er hat nicht diese störenden Wangenschützer, die das Gesicht zusammenquetschen.
An der Kuh benutze ich ein schnell zu wechselndes Windschild. Zwei Schrauben für die Halterung und 'ne 6er Mutter für die rechte Strebe (Wegen der Gaszüge) - montieren/demontieren 3 Minuten.
Sommer nur mit Brille:
Der Nolan hat die Schlaufe für die Climaxbrille da wo sie hingehört und weil der Helm nicht so lächerlich an den Seiten übersteht, wie das heutzutage bei fast allen anderen Helmen der Fall ist, schlisst - oh Wunder - die Brille so gut ab, wie die Hersteller sich das ursprünglich mal gedacht hatten.
Viele Halbschalen haben die Schlaufe nicht an der Schale selber, sondern stattdessen ist sie am Ledernackenschutz angenäht. Billig, aber nicht ergonomisch.
Wenn man also eine Halbschale verwenden will, ist es eine gute Idee sich eine Schlaufe für das Brillenband über(!) den hinteren, unteren Rand der Helmschale zu befestigen: Das untere Ende schrauben (aber keine 20mm Spax-Schrauben, gell?) und für das obere einen Druckknopf einsetzen.
Einen Schirm setzt man dann natürlich nicht an die drei Druckknöpfe, da man die Brille ja sonst nicht nach oben schieben könnte.
Winter:
Da ist dann die Scheibe normal permanent montiert und die Brille liegt in der Gepäcktasche.
Nun besorgt man sich ein ganz normales Klappvisier für die Dreipunktbefestigung. Geht der Scharnier zu leicht - auf den Schraubstock damit und mit dem Hämmerchen die Nieten nachgepöngelt.
Nun fängt man an, das Visier systematisch zu kürzen: Ein paar Zentimeter kann man, ein halbwegs vernünftig funktionierendes Windschild vorrausgesetzt, meistens gleich abschneiden.
Ist die Aerodynamik gut, kann viel gekürzt werden. Ist sie schlecht (weil vielleicht montierte Handschützer an den Lenkerenden den Luftstrom hinter die Scheibe nach oben umlenken) muss man mit dem kürzen vorsichtig sein. Keinesfalls darf Luft hinter dem Klappvisier aufwärts in die Nasenlöcher strömen - deswegen funktioniert das auch nur mit Windschild.
Aber das Visier darf auch nicht zu lang sein, da es sonst in ganz aufgeklapptem Zustand zu weit über die Scheibe ragt und so am Helm zerrt.
Oftmals haben diese Universal-Visiere einen Anschlag zur Helmschale hin - eine Begrenzung beim Aufklappen. Ist diese zu knapp bemessen, so dass man den Nacken nach hinten drehen müsste um bei aufgeklapptem Visier geradeaus schauen zu können, nicht ärgern sondern dies als Möglichkeit nutzen und den Anschlag so zurechtschleifen, dass er der individuelle Körperhaltung entspricht, die Visierunterkannte also aufgeklappt gerade den Horizont plus ein gutes Stück Himmel freigibt.
Jetzt nehmen wir einen abwaschbaren Boardmarker und schraddeln ein wenig durch die Gegend, bis wir unsere entspannte Normal-Position gefunden haben und markieren mit dem Marker auf dem Visier, jene Horizontale, ab der wir unsere Instrumente ablesen können, ohne den Nacken nach vorne zu beugen.
Die paar unteren Zentimeter des Visieres, vielleicht zwei oder drei, kann man nun mit Klebeband abdecken - sie dienen ja nicht der Sicht, sondern halten nur die Zugluft aus den Nasenlöchern.
Nun kann während der Fahrt das Visier immer die günstigste Position einnehmen.
Bei bitterer Kälte, Dauerregen, hoher Dauergeschwindigkeit oder vielleicht auch, um auf Langstrecken einfach etwas Ruhe zu haben, wird es ganz heruntergeklappt sein.
Durch die Kürzungen beschlägt es kaum mal.
Wenn es aber doch beschlägt, bei niedrigen Geschwindigkeiten und Regen, reicht es meist aus das Visier für einen Moment etwas anzulüpfen, so 30°, der entstehende Luftstrom wird es schnell freiblasen. Bei übelster Kälte: Schal oder Kopfhaube verwenden - diese natürlich über die Nase ziehen - das hält dann die Atemluft vom Plexiglas weg und ist vielleicht auch so angenehmer.
Bei Sonnenschein, langsamer Fahrt etc., das Visier ganz aufklappen. Es ist ja gekürzt, die Scharniere gehen schön stramm, und so ersetzt das Visier den kleinen Schirm, den man sonst oft am Jethelm hat, vor allem in Verbindung mit einer Windschutzscheibe.
Und nun - im Winter, wenn die Sonne tief steht - wir auch klar wozu wir den unteren Rand mit Klebeband abgedeckt haben: Das ist nämlich jetzt unsere verstellbare Sonnenblende.
So hat sich das bewährt. Ergonomie ist aktive Sicherheit und meines Erachtens viel mehr wert, als die dollste und dickste Helmpolsterung.
Man braucht vielleicht eine Weile um die Komponenten aufeinander abzustimmen, aber hat man erstmal ein gutes Windschild in der richtigen Höhe und einen Jethelm bewährter Bauart, kann man ja durchaus verschiedene Visiere ausprobieren.
Grüsse Ralf
Re: Tipp gegen beschlagendes Helmvisier
Verfasst: 05.12.2008, 09:18
von Matthias
Moin zusammen,
ich glaube, das ich jetzt das ultimative Mittel gegen beschlagene Visiere und Brillen gefunden habe.
Bzw. nicht ich habe es gefunden - ich habe es von einem Arbeitskollegen bekommen.
Es handelt sich um das Mittel
TOPCLAR, kommt von einer Firma aus Österreich. Das Mittel wird
im Rad-, Tauch- und Bootssport und bei Motorradfahrern eingesetzt.
Ein Tropfen auf das Visier, gut verreiben und antrocknen lassen, wenn trocken dann auspolieren.
Und was soll ich sagen:
es funktioniert!. Ich bin die letzten Tage mit völlig beschlagfreiem Visier
gefahren, lediglich um den Nasenbereich bildet sich ein kleiner RIng kondensierter Feuchtigkeit. Ich habe
das MIttel dann auch auf meiner Sehhilfe (= Brille) ausprobiert, da die bei längeren Regenfahrten auch immer
beschlug. Und auch hier wirkt das Mittel sehr gut, weder meine Brille noch mein Visier beschlagen jetzt.
Das Mittel ist recht sparsam im Gebrauch, aber auch nicht gerade billig. Wen es interressiert, die IN-Seite ist
www.topclar.at. Ich werde mal versuchen, eine Bezugsquelle in Deutschland ausfindig zu machen.