Servus Rolf,
Werner hat Recht; Der Druckpunkt kann nicht einfach so verschwinden
Und ich glaube nicht, dass durch die Winterruhe etwas kaputtgegangen ist
Wenn man schon nicht weiß, wie die einzelnen Tele zusammenwirken, sollte man sich spätestens beim Zerlegen Gedanken darüber
machen
Wenn das einmal im Kopf ist, ist die Mechanik der Kupplung das einfachste der Welt
Nochmal zur Erklärung mein Bild, auf das Dich ja Achim schon aufmerksam gemacht hat
Der Kupplungsstift muss entgegen den Kupplungsfedern die Kupplungslamellen auseinander ziehen, damit der Kraftschluss vom Motor
zum Getriebe aufgehoben wird.
Der Kupplumgsstift führt durch die Kupplungsschnecke und ist mit dieser über ein metrisches Gewinde verbunden und gekontert.
Das Auseinanderziehen der Kupplungslamellen bewirkt die Kupplungsschnecke, die durch den Kupplungsdeckel geführt und mit
einem 3-zügigen Grobgewinde versehen ist. Achtung!! 3 Stellungen des "Anschnäbeln" dieses Gewindes möglich !
Die K-schnecke mittels K-stift (Linksdrehung) so weit in den K-deckel hineinziehen, dass das Schneckengewinde bei Senkrechtstellung der Abflachungen für den Hebel ca. 2 bis 3 mm aus dem K-deckel herausragt (sonst kein K-spiel einstellbar)
Der Druckpunkt, an dem die Trennung der Kupplung beginnt, erreicht man durch herausdrehen des Kupplungsstiftes durch die K-schnecke.
in dieser Lage sollte der Kupplungshebel bei Rechtsdrehung auf etwa 5 Uhr stehen (vom Bowdenzug ausgehängt).
Befestigungsmutter des K-hebels (ist gleichzeitig Kontermutter für den K-stift) festziehen.
Bei Rechtsdrehung der Kupplungsschnecke durch den Kupplungshebel zieht diese über den Kupplungsstift die K-Lamellen auseinander.
Jetzt wird der Bowdenzug über dessen Kontermutter gelöst, am Widerlager etwas eingedreht und am K-hebel eingehängt.
Um zu gewähleisten, dass die K-lamellen mit der ganzen Kraft der K-federn zusammengepresst werden, muss in der mechanik
ein gewisses Spiel herrschen, das über das Gewinde am Bowdenzug einzustellen ist (Rückzugfeder am K-hebel einhängen nicht vergessen).
Das K-spiel passt, wenn bei Betätigung des Handhebels am Lenker bis zum spürbaren Druckpunkt der Spalt an der Vorderkante des Hebels
bis zum Gelenkstück ca 3 mm beträgt