Seite 1 von 2
Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 07.11.2020, 16:57
von Hans
Hallo 2-takterfreunde,
hat jemand Unterlagen, wie die Soll-Bedüsung für einen 125er, 2-takter, Typ 14.10 ist? Gibt es dazu eine Ergänzung zur Montageanleitung des 150er, 2-takters, Typ 14.00?
Hat jemand praktische Erfahrungen mit Bedüsungsänderung beim 125er?
Gruß
Hans
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 07.11.2020, 17:24
von Erdgeschoss
Was für ein Vergaser ist denn da verbaut? Je nach Bauart gibt es ein paar Vorgehensweisen, wie man z.B. die Gasannahme etwas verbessern kann.
Bing 1/24/129? Kann das sein?
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 07.11.2020, 18:22
von Hans
Ja! 1/24/136 mit Leerlaufdüse 50 und Hauptdüse 85, Nadeldüse 1308
wobei für den 150er im Handbuch Vergaser 1/24/135 mit Leerlaufdüse 40 und Hauptdüse 90, Nadeldüse auch 1308 angegeben ist.
Gruß
Hans
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 07.11.2020, 21:40
von Erdgeschoss
Was soll er denn besser können? Vollast (Hauptdüse) ist ziemlich sicher nicht groß zu ändern, ohne Sicherheit aufzugeben. Es kommt drauf an, wo man fährt damit. Auf Meereshöhe im Winter ist die HD immer noch sicher genug gewählt vom Hersteller, also könnte man z.B. in München (~500m) und wenn man nur bei Wärme fährt die HD vorsichtig etwas kleiner probieren. U.U. dreht er dann etwas höher aus. Auf Klopfen und Kopftemperatur achten.
Gasannahme ist besser, wenn er eher fett läuft im Standgas und Nadelbereich also zum probieren mal die Nadel ganz nach oben hängen und das Standgas so anfetten, daß der Motor absolut spontan hochdreht, wenn man das Gas abrupt aufreißt, d.h. kein Verschlucken oder Zögern zu merken ist. i.d.F. hat der Vergaser soweit ich weiß eine LeerlaufLUFTschraube, das hieße, diese etwas eindrehen.
Leerlaufgemisch einstellen: Motor warm gefahren, grade abstellen; Schieberanschlagschraube so weit eindrehen, daß der Motor ca. 1000/min höher dreht als normal. Dann Leerlaufluftschraube so lange verstellen, bis das Standgas am höchsten ist (Richtung wird schnell klar). Dann Standgas wieder auf den normalen Wert stellen. Jetzt sollte der Motor spontan und ohne Zögern hochdrehen, wenn man das Gas schnell ganz öffnet. Kommt man damit nicht hin, kann man eine andere Nebendüse verwenden, bis der Einstellbereich der Leerlaufluftschraube passt.
Allerdings: Bevor ich den Vergaser eindüse, stelle ich die Zündung ein, evtl. auf mehr Vorzündung. Dann kann der Motor mehr Drehmoment haben, weil das Gemisch besser durchbrennt und der Mitteldruck höher wird.
Als Einstellreihenfoge erachte ich das am sinnvollsten:
- Zündzeitpunkt
- Hauptdüse
- Nebendüse und Leerlaufgemisch
- Nadel
Edit: Die Schwimmernadel muß dicht sein, und der Nachfluß aus dem Tank frei sein, sonst verändert sich der Schwimmerstand und damit das Gemisch durch sich ändernden Spiegel an den Mischrohren.
(Im Nachhinein weiß ich gar nicht, ob das die Frage war...

hab mich etwas davontragen lassen. Aber Einstellfragen jederzeit gerne.)
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 08.11.2020, 10:27
von Hans
Danke Lambr1kel,
der Motor und alle Rollerteile haben viele Jahre in Kisten gelegen. Ich will ihn jetzt wieder zum Laufen bringen.
Motor springt an, aber wiederwillig; bleibt nur am Laufen, wenn man mit dem Gas spielt. Ich wollte erst mal sicher gehen, dass ich wenigstens die "ab Werk" Bedüsung drin habe, damit sollte ich wohl anfangen und dann die auch von dir vorgeschlagene Einstellprozedur vornehmen. Vorher werde ich Ultraschall reinigen.
Ich habe inzwischen bei Greiner Oldtimer eine Tabelle mit den "ab Werk" Bestückungen gefunden. Demnach ist für den 125 ccm Heinkel 2-takt im Vergaser 1/24/136 die HD 85 und die ND 40 vorgesehen. da bei mir die ND 50 montiert ist, werde ich mir nun die 40er besorgen und so das Prozedere beginnen.
Gruß
Hans
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 08.11.2020, 13:10
von Erdgeschoss
Der Vergaser hat keine Beschleunigerpumpe, d.h. man kann auch kein benzin an verstopften Bohrungen "vorbeipumpen". Gründlich reinigen ist bestimmt weitgehend zielführend.
Läuft er genug, um den Zündzeitpunkt zu blitzen?
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 11.11.2020, 18:54
von Hans
"Zündzeitpunkt früh" nach Montageanleitung (ausgehobenes Fliehgewicht) eingestellt. Motor läuft einige Minuten, so dass mit Stoboscope "Zündzeitpunkt spät" überprüft werden konnte. Fliehgewicht arbeitet und verstellt Zündzeitpunkt [!!! ungültig: auf ca. die Hälfte näher an OT] !!!] nach früher, dh. weiter weg von OT.
Es gibt wohl auch noch Vergaserprobleme; vermute ich, obwohl im Ultraschall gereinigt. Der Motor geht nach ca 2 Minuten aus, obwohl Spritzufuhr zum Vergaser sicher ist. Düsen sind jetzt Hauptdüse 85 Leerlaufdüse 40.
Schwimmer ist 7 Gramm. Schiebernadel auf Stellung 2.
Ich werde nochmals penibel reinigen.
Gruß
Hans
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 11.11.2020, 22:49
von Erdgeschoss
Hans hat geschrieben: 11.11.2020, 18:54
...Der Motor geht nach ca 2 Minuten aus, obwohl Spritzufuhr zum Vergaser sicher ist.
Ist die Tankentlüftung in Ordnung? Hab schon erlebt, daß deshalb nichts nachläuft.
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 11.11.2020, 23:01
von schwobawolfgang
Hallo Hans,
versuch Dein Glück mal ohne Auspuff. Bei 2-taktern ist die Abgasseite fundamental. Ohrschützer nicht vergessen!!!!!!!!!!!!
Gruß Wolfgang
Re: Frage nach Vergaserbedüsung 125er, 2-takter, Typ 14.10
Verfasst: 12.11.2020, 06:06
von heinkel-bernd
Fliehgewicht arbeitet und verstellt Zündzeitpunkt auf ca. die Hälfte näher an OT.
Müsste der Fliekraftversteller den Zündzeitpunkt nicht auf
noch früher stellen ?
Das heißt:
Er muss doch bei Drehzahlerhöhung weiter weg von O:T: verstellen !
Kann mir nicht vorstellen, dass das bei Zweitaktern anders als bei Viertaktern ist
Hier mal die Zündmarkierungen bei 175er Viertakter :