Seite 1 von 1
Zylinderkopfdichtung?
Verfasst: 12.11.2006, 14:39
von verbert
Liebe Leut,
so, jetzt hat es mich erwischt. Meine erste Panne nach rund 8000 problemlosen Heinkelkilometern. Nach einer 180 Kilometer langen Ausfahrt blieb der Motor ein paar hundert Meter vor meiner Wohnung stehen. Er sprang dann noch mal ganz kurz an, doch bläulich-weißer Rauch war zu sehen. Die Kompression ist weg, der Roller schiebt sich selbst im ersten Gang recht leicht. Ich gehe davon aus, dass wohl die Zylinderkopfdichtung durch ist. Ich würde die Reparatur gerne selber vornehmen, auch damit ich meinen Roller besser kennen lerne.

Wie würdet Ihr jetzt vorgehen? Worauf habe ich besonders zu achten?
Freue mich über Eure fachmännische Hilfe.
Grüße aus Mainz, volker
Zylinderkopfdichtung
Verfasst: 12.11.2006, 15:52
von Heinkel/c1
Hallo, siehe weiter unten "Kopfdichtung". Da steht doch schon sehr viel über das Thema. Einen Drehmomentschlüssel und eine Möglichkeit den Zylinderkopf auf Planheit zu prüfen und Ihn gegebenenfalls nachzuarbeiten sollten vorhanden sein.
Viel Erfolg
Verfasst: 12.11.2006, 18:27
von Ralf
... und unter
http://www.pteng.de gibt's noch mehr Informationen.
Verfasst: 12.11.2006, 19:51
von 64krokodil
Hallo Volker,in der Montageanleitung des 103 A1/A2 ist hinten eine "Beilage" integriert.Dort geht es um die eigenen Erfahrungen des Autors ( Technische Berater ) bezüglich des Zylinderkopfes und dessen Montage.Sehr gut wird auch die Abdichtung beschrieben,um Ölverlust durch die Zugankermuttern / Unterlegscheiben und Stehbolzen zu vermeiden.Gruß,Jürgen.
Zylinderkopfdichtung
Verfasst: 12.11.2006, 22:48
von Hans
Hallo zusammen,
zu meinen Erfahrungen bzgl Kopfdichtung (siehe Thema "Kopfdichtung") kann ich noch hinzufügen, dass ich mir Hutmuttern anfertigen lassen habe, um die Geweinde der Stehbolzen gegen durchsickerndes Öl abzudichten. Ist perfekt dicht

!
Gruß
Hans
Verfasst: 09.12.2006, 15:20
von verbert
Liebe Heinkelfreunde,
dieses Wochenende will ich mich an meine kaputte Zylinderkopfdichtung machen. Doch trotz aller Eurer Tipps habe ich noch offene Fragen. Wenn ich den Zylinderkopf abnehme, dann müssen, wenn ich Euch richtig verstanden habe, die Flächen des Zylinders und die des Kopfes geplant werden. Nun meine Fragen. Um den Zylinder zu planen, muss ich ihn ja abnehmen. Muss ich beim wiedereinsetzen etwas beachten? Können die Kolbenringe bleiben? Brauche ich ein Spezialwerkzeug dafür – einen Kolbenringspanner? Sollte man das Planen lieber einer Fachwerkstatt überlassen oder funktioniert diese Schleifpapier-auf–glatter-Unterlage-Methode wirklich gut?
Grüße aus Mainz, volker
Verfasst: 09.12.2006, 17:45
von 64krokodil
Hallo Volker,Du kannst vielleicht erstmal überprüfen,ob dein Zylinderkopf und dein Zylinder plan sind.Dazu kannst Du einen Eddingstift nehmen und die Dichtflächen damit bemalen.Dann den Kopf und den Zylinder leicht über ein recht feines Naßschleifpapier 400 - 800er Körnung ( anfeuchten ) auf einer wirklich ebenen Fläche,z. B. dicke Glasplatte etc. abziehen,bis der Edding größtenteils verschwunden ( abgeschliffen ) ist.Wenn nicht plan,sind in den " Tälern " noch Eddingreste.Dann halt entscheiden,ob man noch richtig einschleifen muß oder es schon langt.Beim Zylindereinsetzen erstmal eine neue Fußdichtung verwenden.Die Kolbenringe kannst Du überprüfen,indem Du Sie vom Kolben demontierst und ( auf jeden Fall markieren in welcher Reihenfolge und wo oben und unten ist,nichts verwechseln ) einzeln in den Zylinder einlegst ( ca. 10 mm von der Oberkante des Zylinders ).Das sogenannte " Schloß " ,sprich der Kolbenringspalt sollte bei eingelegtem Kolbenring 0,8 mm nicht überschreiten,sonst sind Sie Schrott.Normales Spiel ist so 0,25 mm ,gemessen wird mit einer Fühlerblattlehre.Die Kolbenringe bekommst Du mit 3 ,zwischen Kolben und Ringe ,eingelegten Fühlerblattlehren ( oder ganz dünne Blechstreifen )gut herunter und drauf,man muß aber trotzdem recht vorsichtig sein,das keiner abbricht.Einen Kolbenringspanner habe ich noch nie gebraucht,Du mußt nur darauf achten,das die " Schlösser " in die Zapfen in der Nut eingreifen,sonst funktioniert es nicht.Schau erst mal ob der Kopf wirklich übermässig geplant werden muß.Dann gemäß Reparaturanleitung wieder zusammen,Drehmomente etc.Nach paar Hundert Kilometern sollten die Zylinderkopfschrauben nachgezogen werden.
Du bist doch aus Mainz,dort gibt es doch den Stammtisch Rhein-Main,dort wird Dir sicherlich auch vor Ort geholfen.Bei uns ist es jedenfalls so ( Allgäu ).Dort gibt es bestimmt genug Spezialisten,die Dir gerne mal weiterhelfen.Gruß,Jürgen.