Jetzt wird doch eine Motorüberholung fällig
Verfasst: 02.01.2020, 21:29
Bevor ich euch mit meinen Problemen belästige, wünsche euch erst mal ein frohes neues Jahr!
Letzten Winter hatte ich das Fahrwerk bei meinem damals neu erworbenen 103A1 überholt. Diesen Winter wollte ich den Motor, der eigentlich ganz gut lief aber etwas undicht war abdichten!
Beim Ventile einstellen hatte ich schon gesehen, dass die Zylinderkopfschrauben nicht abgedichtet waren. Da der Motor gut lief und 9,5 Bar Kompression hatte sah ich zunächst keinen weiteren Handlungsbedarf. Ich dachte, das ist schnell erledigt, aber weit gefehlt! Man muss noch dazu sagen, dass die letzte Motorrevision vor 3000km war, aber vor 25Jahren.
Um zu sehen ob es noch weitere Undichtigkeiten im Zylinderbereich gibt, habe ich die Luftleitbleche abgeschraubt. Jetzt konnte ich schon sehen das zumindest die Zylinderkopfdichtung auch undicht war.
Bei der Demontage gab es dann noch weitere Überraschungen:
1.
An der Unterseite des Reglers war der Widerstand ziemlich an gegammelt, aber wohl noch OK den die LIMA lädt problemlos.
2.
Nach öffnen des Ventildeckel sah ich das eine Zylinderkopfschraube gekontert war. Es stellte sich heraus, dass die untere Schraube (13er mit kleiner Scheibe) übergedreht war. Gott sei Dank war der Stehbolzen noch i.O.
3.
Beide Kipphebel sind auf der Ventilseite eingeschlagen, Wellen und Wellenspiel sind OK. Ob man die noch verwenden kann?
4.
Die Stößelstangen hatten am Übergang zum Zylinderkopf Einkerbungen, sie lagen hier ganz dicht am Zylinderkopf. Ob man die noch verwenden kann?
5.
Das Einlassventil hat nach meiner Ansicht auch ein komisches Tragbild.
6.
Die Löcher für die Stehbolzen im Zylinderkopf sind oben sehr oval und die Sitze für die Weicheisenscheiben total verdrückt. Die Sitze kann man sicherlich plan fräsen, aber kann man mit den ovalen Löchern leben? Ich denke das dies auch der Grund für die Einkerbung der Stößelstangen ist, da der Kopf nicht mehr genau mittig gesessen hat.
7. Nach dem ziehen des Zylinders sah ich, dass der ober Kolbenring in 6 Teile zerfallen war, Gott sei Dank ist mir nichts in den Motor gefallen, alle Teile saßen noch im Kolben. Gut das ich den Motor geöffnet habe, das wäre über kurz oder lang ein richtiger Motorschaden geworden. Auch die anderen Kolbenringe waren verschlissen. 1,3 und 2,7mm Stoßspiel. Der Kolben sah noch gut aus, hat aber doch 0,1-0,2mm Spiel im Zylinder. Der Zylinder hat keinerlei Kanten die auf ein Einlaufen hindeuten.
8.
Zylinder und Zylinderkopf sind nicht wirklich plan.
Ich weiß von anderen Motorrad Projekten das es immer schlimmer wird wie man zunächst angenommen hat, das war auch schon beim Fahrwerk so, aber das hatte ich doch so nicht erwartet, da der Motor eigentlich ganz gut lief und nur etwas undicht war! Und dabei habe ich die Kupplungsseite noch gar nicht aufgemacht, weil aus der Kupplungsschnecke auch Öl austritt. Vielleicht sollte ich auch noch die Lichtmaschine ausbauen und nach den Kohlen sehen………
Was würdet ihr machen? Neue Kolbenringe drauf und wieder zusammenbauen?
Da ich keine Heinkel Erfahrung habe, ist es vielleicht das Beste, Zylinder Kolben und Kopf an den Club zu schicken um es begutachten und reparieren zu lassen. Oder gibt es vielleicht im Raum Osnabrück einen Heinkelschrauber der sich die Sachen mal ansehen und ggf. unterstützen kann, das wäre natürlich super. Vielen Dank schon mal Teddy!
Letzten Winter hatte ich das Fahrwerk bei meinem damals neu erworbenen 103A1 überholt. Diesen Winter wollte ich den Motor, der eigentlich ganz gut lief aber etwas undicht war abdichten!
Beim Ventile einstellen hatte ich schon gesehen, dass die Zylinderkopfschrauben nicht abgedichtet waren. Da der Motor gut lief und 9,5 Bar Kompression hatte sah ich zunächst keinen weiteren Handlungsbedarf. Ich dachte, das ist schnell erledigt, aber weit gefehlt! Man muss noch dazu sagen, dass die letzte Motorrevision vor 3000km war, aber vor 25Jahren.
Um zu sehen ob es noch weitere Undichtigkeiten im Zylinderbereich gibt, habe ich die Luftleitbleche abgeschraubt. Jetzt konnte ich schon sehen das zumindest die Zylinderkopfdichtung auch undicht war.
Bei der Demontage gab es dann noch weitere Überraschungen:
1.
An der Unterseite des Reglers war der Widerstand ziemlich an gegammelt, aber wohl noch OK den die LIMA lädt problemlos.
2.
Nach öffnen des Ventildeckel sah ich das eine Zylinderkopfschraube gekontert war. Es stellte sich heraus, dass die untere Schraube (13er mit kleiner Scheibe) übergedreht war. Gott sei Dank war der Stehbolzen noch i.O.
3.
Beide Kipphebel sind auf der Ventilseite eingeschlagen, Wellen und Wellenspiel sind OK. Ob man die noch verwenden kann?
4.
Die Stößelstangen hatten am Übergang zum Zylinderkopf Einkerbungen, sie lagen hier ganz dicht am Zylinderkopf. Ob man die noch verwenden kann?
5.
Das Einlassventil hat nach meiner Ansicht auch ein komisches Tragbild.
6.
Die Löcher für die Stehbolzen im Zylinderkopf sind oben sehr oval und die Sitze für die Weicheisenscheiben total verdrückt. Die Sitze kann man sicherlich plan fräsen, aber kann man mit den ovalen Löchern leben? Ich denke das dies auch der Grund für die Einkerbung der Stößelstangen ist, da der Kopf nicht mehr genau mittig gesessen hat.
7. Nach dem ziehen des Zylinders sah ich, dass der ober Kolbenring in 6 Teile zerfallen war, Gott sei Dank ist mir nichts in den Motor gefallen, alle Teile saßen noch im Kolben. Gut das ich den Motor geöffnet habe, das wäre über kurz oder lang ein richtiger Motorschaden geworden. Auch die anderen Kolbenringe waren verschlissen. 1,3 und 2,7mm Stoßspiel. Der Kolben sah noch gut aus, hat aber doch 0,1-0,2mm Spiel im Zylinder. Der Zylinder hat keinerlei Kanten die auf ein Einlaufen hindeuten.
8.
Zylinder und Zylinderkopf sind nicht wirklich plan.
Ich weiß von anderen Motorrad Projekten das es immer schlimmer wird wie man zunächst angenommen hat, das war auch schon beim Fahrwerk so, aber das hatte ich doch so nicht erwartet, da der Motor eigentlich ganz gut lief und nur etwas undicht war! Und dabei habe ich die Kupplungsseite noch gar nicht aufgemacht, weil aus der Kupplungsschnecke auch Öl austritt. Vielleicht sollte ich auch noch die Lichtmaschine ausbauen und nach den Kohlen sehen………
Was würdet ihr machen? Neue Kolbenringe drauf und wieder zusammenbauen?
Da ich keine Heinkel Erfahrung habe, ist es vielleicht das Beste, Zylinder Kolben und Kopf an den Club zu schicken um es begutachten und reparieren zu lassen. Oder gibt es vielleicht im Raum Osnabrück einen Heinkelschrauber der sich die Sachen mal ansehen und ggf. unterstützen kann, das wäre natürlich super. Vielen Dank schon mal Teddy!