Kupplung rutscht
Kupplung rutscht
Hallo zusammen,
mein 103 A 0 wurde vor ca. 1500km überholt. Dabei wurde auch die Kupplung angeschaut und Unterlegscheiben verbaut.
Auch das Öl sollte das richtige sein.
Ich stelle die Kupplung und das Spiel ein wie beschrieben. Nach einer kurzen Fahrt (10km) , die Gänge lassen sich schalten, erhöht sich das Kupplungsspiel und bei mehr als Halbgas schleift die Kupplung. Was kann das sein ?
Danke für eure Hilfe !
mein 103 A 0 wurde vor ca. 1500km überholt. Dabei wurde auch die Kupplung angeschaut und Unterlegscheiben verbaut.
Auch das Öl sollte das richtige sein.
Ich stelle die Kupplung und das Spiel ein wie beschrieben. Nach einer kurzen Fahrt (10km) , die Gänge lassen sich schalten, erhöht sich das Kupplungsspiel und bei mehr als Halbgas schleift die Kupplung. Was kann das sein ?
Danke für eure Hilfe !
- heinkel-bernd
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- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
Servus MacRae,
nach geistiger Rekonstruktion des Kuppel-Vorgangs komme ich zu der Meinung,
dass die Kanten an den Ausparungen der Kupplungsglocke stark "vermackt" sind
An diesen Kanten müssen die Mitnehmerlaschen der Aussenlamellen bei Betätigung
der Kupplung entlanggleiten. Tun sie das unter Belastung durch die Drehbewegung nicht, kann der komplette
Kraftschluss aller Lamellen miteinander nicht erreicht werden
Auch die Verzahnung für die Innenlamellen (Stahl) auf dem Innenteil sollte begutachtet werden !
Dadurch, dass das gesamte "Kupplungspaket" durch die Federn nicht vollständig zusammen
gedrückt werden kann, vergrössert sich auch das vorher eingestellte Kupplungsspiel
Mit der Kupplungsschnecke, dem Kupplungsstift und dem Ausrücklager hat dieses Verhalten
m.M.n. nichts zu tun
NACHTRAG:
Auf dem Foto wurden von mir zur Verdeutlichung die Kerben in einer Aussparung übertrieben dargestellt.
Habe aber jetzt erst bemerkt, dass sie sich auf der anderen Seite der Aussparung befinden müssten.
Das ändert aber nichts an der vermuteten Ursache.
nach geistiger Rekonstruktion des Kuppel-Vorgangs komme ich zu der Meinung,
dass die Kanten an den Ausparungen der Kupplungsglocke stark "vermackt" sind
An diesen Kanten müssen die Mitnehmerlaschen der Aussenlamellen bei Betätigung
der Kupplung entlanggleiten. Tun sie das unter Belastung durch die Drehbewegung nicht, kann der komplette
Kraftschluss aller Lamellen miteinander nicht erreicht werden
Auch die Verzahnung für die Innenlamellen (Stahl) auf dem Innenteil sollte begutachtet werden !
Dadurch, dass das gesamte "Kupplungspaket" durch die Federn nicht vollständig zusammen
gedrückt werden kann, vergrössert sich auch das vorher eingestellte Kupplungsspiel
Mit der Kupplungsschnecke, dem Kupplungsstift und dem Ausrücklager hat dieses Verhalten
m.M.n. nichts zu tun
NACHTRAG:
Auf dem Foto wurden von mir zur Verdeutlichung die Kerben in einer Aussparung übertrieben dargestellt.
Habe aber jetzt erst bemerkt, dass sie sich auf der anderen Seite der Aussparung befinden müssten.
Das ändert aber nichts an der vermuteten Ursache.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
Hallo Bernd,
vielen Dank für deine Ausführungen. Was sollte ich also deiner Meinung nach alles erneuern, am besten die komplette Kupplung ?
vielen Dank für deine Ausführungen. Was sollte ich also deiner Meinung nach alles erneuern, am besten die komplette Kupplung ?
Re: Kupplung rutscht
..oder reicht einen neue Kupplungsglocke evtl. ?
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3401
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
Servus MacRae,
eigentlich bin ich ja nicht der einzige hier im Forum, der sich mit der Kupplung
etwas auskennt.
Und ich hatte gehofft, dass der eine oder andere Experte meine These bestätigt, bzw.
widerlegt
Ich hatte auch noch nie dieses Phänomen an einer Kupplung, deshalb ist meine Überlegung
auch nur reine Theorie
Wenn Dir beim Zerlegen der Kupplung nichts aussergewöhnliches auffällt, solltest Du die
angesprochenen Kanten der Aussparungen im K-Korb begutachten. Wenn sich daran wirklich tiefere
Kerben befinden, sollte der Korb ausgetauscht werden. I.d.R. ist an den Korb schon ein neues
Kettenrad angenietet, dessen Erneuerung sicher auch nötig ist.
Besitzt das K-Innenteil im K-Korb schon viel Spiel, sollte auch dieses getauscht werden. Auch hier
die Verzahnung begutachten.
Bei der Montage der Lamellen beachten :
Die beiden Endlamellen mit 2,5 mm Dicke gehören nach aussen
(eine als erste mit Drahtring gesichert, die andere als letzte),
Die beiden dünneren mit 2,0 mm zwischen die Aussenlamellen (Reibbeläge) !
Wenn damals die Aussenlamellen noch nicht erneuert wurden, solltest Du das jetzt
nachholen. Die Reibbeläge "verglasen" mit der Zeit und können nicht gepürüft werden.
Was sonst noch nötig ist zu erneuern, kannst nur Du entscheiden (Ausrücklager, Primärkette, usw:) !
Für eine Entscheidungshilfe kann man hier auch Fotos hochladen
eigentlich bin ich ja nicht der einzige hier im Forum, der sich mit der Kupplung
etwas auskennt.
Und ich hatte gehofft, dass der eine oder andere Experte meine These bestätigt, bzw.
widerlegt
Ich hatte auch noch nie dieses Phänomen an einer Kupplung, deshalb ist meine Überlegung
auch nur reine Theorie
Wenn Dir beim Zerlegen der Kupplung nichts aussergewöhnliches auffällt, solltest Du die
angesprochenen Kanten der Aussparungen im K-Korb begutachten. Wenn sich daran wirklich tiefere
Kerben befinden, sollte der Korb ausgetauscht werden. I.d.R. ist an den Korb schon ein neues
Kettenrad angenietet, dessen Erneuerung sicher auch nötig ist.
Besitzt das K-Innenteil im K-Korb schon viel Spiel, sollte auch dieses getauscht werden. Auch hier
die Verzahnung begutachten.
Bei der Montage der Lamellen beachten :
Die beiden Endlamellen mit 2,5 mm Dicke gehören nach aussen
(eine als erste mit Drahtring gesichert, die andere als letzte),
Die beiden dünneren mit 2,0 mm zwischen die Aussenlamellen (Reibbeläge) !
Wenn damals die Aussenlamellen noch nicht erneuert wurden, solltest Du das jetzt
nachholen. Die Reibbeläge "verglasen" mit der Zeit und können nicht gepürüft werden.
Was sonst noch nötig ist zu erneuern, kannst nur Du entscheiden (Ausrücklager, Primärkette, usw:) !
Für eine Entscheidungshilfe kann man hier auch Fotos hochladen
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
Und welches Öl verwendest Du?
- heinkel-bernd
- Beiträge: 3401
- Registriert: 13.01.2011, 21:07
- Wohnort: Nähe Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
Diese Aussage macht mich stutzigMacRae hat geschrieben: 26.05.2019, 16:08 Nach einer kurzen Fahrt (10km) , die Gänge lassen sich schalten, erhöht sich das Kupplungsspiel
Am falschen Öl kann es erst mal nicht liegen. Sollte natürlich auch passen !!!
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
BERND aus Bayreuth
Re: Kupplung rutscht
hallo,
bevor du nochmal alles zerlegst: du bist dir 100% sicher, dass du ein "nasskupplungsgeeignetes" öl drin hast? moderne additive lassen die kupplung rutschen!
am besten: unlegiertes mineralisches mehrbereichsöl. fahre ich seit 39 jahren problemlos.
bevor du nochmal alles zerlegst: du bist dir 100% sicher, dass du ein "nasskupplungsgeeignetes" öl drin hast? moderne additive lassen die kupplung rutschen!
am besten: unlegiertes mineralisches mehrbereichsöl. fahre ich seit 39 jahren problemlos.
mfg & have a nice day
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Re: Kupplung rutscht
Es wurde Einbereichsöl SAE 40 unlegiert verwendet...........
Re: Kupplung rutscht
schade, das wäre die einfachste und billigste lösung gewesen.
wenn der bowdenzug nicht hängt oder zu schwergängig ist, hilft wohl leider nur die kupplung tauschen.
wenn der bowdenzug nicht hängt oder zu schwergängig ist, hilft wohl leider nur die kupplung tauschen.
mfg & have a nice day
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
(aristoteles)
Matthias
„im wesen des heinkel-rollers liegt es, freude zu bereiten!“
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