Servus B.Huehn,
B.Huehn hat geschrieben: 19.11.2017, 19:26
I ch denke die Hauptdüse muß größer
u. die Düsennadel höher
Nur WIEVIEL, das ist meine Frage
Das kann Dir leider kein Mensch beantworten
Dazu sind einige Probefahrten mit Sichtung des Kerzenbildes nötig !
Da ich gerade auch nichts verwertbares im Forum/Netz finde und ich der Meinung bin,
dass bei pteng die Reihenfolge der Einstellung (Teillast-Volllast) vertauscht wurde, werde ich
das nochmals erläutern:
Voraussetzung ist, dass der Motor eingefahren ist und deshalb die maximale Leistung gefordert werden kann !
Die Größe der Hauptdüse sollte den Angaben in der Vergasertabelle entsprechen (20er Vergaser Gr. 85)
Der Motor sollte betriebswarm sein.
Auch der Luftfilter muss "frei" sein und darf nach der Vergasereinstellung nicht mehr durch ein anderes
Fabrikat getauscht werden !
Bei den Einstellungsfahrten muss das nötige Equipment mitgeführt werden:
Werkzeuge zum Aus- und Einbau der Hauptdüse, passende Düsenreibahle und eine Ersatz-Hauptdüse falls zu groß
aufgerieben wurde, zwei Hauptdüsen 0,05 mm größer und kleiner als montierte, Werkzeug zum Versetzen der Düsennadel,
Werkzeug zum Aus- und Einschrauben der Zündkerze
Die Teststrecke von mind. 5 km sollte so gewählt werden, dass der Motor bei permanenter Vollgasfahrt nicht überdreht
werden kann. Am besten leicht bergauf, keinesfalls bergab ! Am Ende dieser Strecke sollte sich ein Platz, Einfahrt o.ä.
befinden, an dem ungestört geschraubt werden kann.
1. Schritt Volllast-Gemisch über die Hauptdüse
Am Ende der Testfahrt mit Vollgas (Anschlag) rechtzeitig während der Fahrt Zündung ausschalten und auskuppeln.
Das Fahrzeug bis zur geplanten Stelle ausrollen lassen und abbremsen. Getriebe im Stand auf 0 schalten.
Zündkerze (Achtung sehr heiss !) herausschrauben und Sichtprüfung durchführen.
Die Elektroden und der Isolator der Zündkerze sollten eine "rehbraune" Farbe aufweisen !
Dunkelgrau bis schwarz = Gemisch zu fett, Hauptdüse zu groß //
hellgrau bis silbern = Gemisch zu mager, Hauptdüse zu klein !
Nach dem Tausch der Hauptdüse (größer oder kleiner) die Testfahrten mit der gleichen Prozedur wiederholen, bis das
Zündkerzenbild optimal ist.
Falls der Größenunterschied der Düsen zu groß ist, kann eine Düse mit der entsprechenden Düsenreibahle
ganz vorsichtig
aufgerieben werden.
ACHTUNG ! Die Zündkerze nicht sehr fest in den heißen Zylinderkopf einschrauben ! Nach den Einstellungsarbeiten am kalten
Motor ggfs. nachziehen.
Die Testfahrten zur Prüfung des Teillastgemisches laufen genauso ab, nur dass der Gasdrehgriff während der Fahrt permanent
in etwas über halb geöffneter Schieberstellung gehalten wird.
Zum Ändern des Teillastgemisches wird die Düsennadel in ihrer Höhe versetzt:
Nadel nach oben = fetter // Nadel nach unten = magerer
Es gibt für diese Vergaser zwei verschieden dicke Nadeln: Sollte sich mit einer dünnen Nadel (1,65 mm am Ende) die Nadeldüse
nicht weit genug verengen lassen (magerer), kann eine dickere (1,95) eingepasst werden.
Eine Probefahrt mit vielen Schaltvorgängen und Zwischengas kann kein aussagekräftiges Zündkerzenbild erzeugen !
Die optimale Vergasereinstellung findet aber durch ermitteln des Lambda-Wertes auf dem Rollenprüfstand statt
Aber wer hat den schon
