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Stator Spiel

Verfasst: 13.03.2016, 17:07
von dawu1983
Hallo liebe Leute,
Um die Kurbelwelle zu "prüfen" hebelt man ja unter den Stator um Höhenspiel auszuschließen. Meine Welle ( Stator runter nur Schraube aufgesetzt ) reagiert mit 2mm Spiel auf Druck und Zug. Höhenspiel hat sie keins. Ist das OK oder tolerabel?
Danke Euch und schönen Sonntag gute Heimfahrt von der Technorama.

Re: Stator Spiel

Verfasst: 14.03.2016, 15:10
von heinkel-bernd
Servus Daniel,
dawu1983 hat geschrieben: Meine Welle ( Stator runter nur Schraube aufgesetzt ) reagiert mit 2mm Spiel auf Druck und Zug.
Damit meinst Du warscheinlich das Axialspiel an der Kurbelwelle (brauner Doppelpfeil auf dem Bild)
Der "Stator" ist fest (statisch) mit dem Kurbelgehäuse verbunden, wobei der "Rotor" mit der K.W. rotiert !
Schnitt Kurbelwelle mit LIMA.jpg
Die Kurbelwelle darf eigentlich nur das Axialspiel aufweisen, das das limaseitige C3-Lager zulässt, da dieses
als Festlager auf den K.W.-Zapfen gepresst ist und in das Kurbelgehäuse eingeschrumpft ist !
Und das wären lt. meiner Messung an einem neuen Lager ca. 0,10 mm !

Ich vermute, dass sich Dein limaseitiges K.W.-Lager im Kurbelgehäuse verschieben lässt !
Das merkst Du wenn bei Drehung der K.W. unter Druck und Zug deren Wangen am Kurbelgehäuse anstreifen !
2 mm Axialspiel (oder 1,5 mm, wie Du in Deiner P.N. schriebst) wären auch nicht gut für die Kohlebürsten ! :?

Re: Stator Spiel

Verfasst: 15.03.2016, 06:29
von dawu1983
Guten Morgen,
ja geht man mal davon aus dass der Fehler im rechten Kurbelwellenlagersitz liegt. Heißt das Lager wandert wandert die 1,2mm im Kurbelwellengehäuse. Kann man da mit Flüssigsicherung was machen? Wahrscheinlich nicht ohne den Motor zu öffnen? Oder bekommt man den Wediring von außen raus und kann so das Lager begutachten ( wandert es? ) oder bearbeiten? Vielen Dank vorab und guten Start in den Tag.

Re: Stator Spiel

Verfasst: 16.03.2016, 12:50
von Heinkelcruiser
Sorry, aber schaut Euch doch die Konstruktion einmal etwas genauer an.
Gegen das Axialspiel der Kurbelwelle ist ausschließlich das linke Lager zuständig,
denn dieses Lager ist rechts und links gegen axiale Verschiebung mit Sicherungsringen
in der linken Blockhälfte gesichert und dann ist die Kurbelwelle zusammen mit dem Primärritzel an dem Lager
fest verschraubt.
Wenn Du jetzt tatsächlich "nur" Axialspiel hast, hat entweder jemand einen Sicherungsring vergessen oder das Kettenrad ist lose.
Gruß
Christian

Re: Stator Spiel

Verfasst: 17.03.2016, 22:56
von dawu1983
Hallo und guten Abend,
das hört sich auch plausibel an. Tja ich weiss es nicht. Also mit Sicherungsring meinst du wahrscheinlich diese Seegerringe wie ich die Absicherung von dem Lager in der Hinterachse kenne. Und die fixiern das Lager in der linken Gehäusehälfte. Mit Anziehen des Kettenrades zieht man eine Verdickung in der Welle ( weil glaube die Seite ist ja nicht konisch ) gegen das Lager und bumm fest. Ungefähr richtig? Ring vergessen schließe ich einfach mal aus. Diese Variante Fixpunkt li. Gehäusehälfte halte ich für stabiler als Variante 2 re. Gehäusehälfte nur durch pressen und schrumpfen?! Ich hatte den Stator mit einem Schlagschrauber gelöst vlt hat sich das Kettenrad los vibriert. Ich sollte da mal nachgucken. Wenn ich was falsch verstehe oder beachten muss bin ich um jeden Tip dankbar. Morgen allen einen guten Start ins Wochendende...

Re: Stator Spiel

Verfasst: 18.03.2016, 06:28
von Heinkelcruiser
Genau, von der Sache her hast Du das richtig wiedergegeben.
Den Schlagschrauber als Schuldigen würde ich ausschliesen, es gibt allerdings noch einen
Distanzsring zwischen Primärritzel und Lager vieleicht ist der ja einmal vergessen worden.
Ich geh mal davon aus das Du einen 103er hast.
Gruß Christian

Re: Stator Spiel

Verfasst: 20.03.2016, 08:47
von dawu1983
Guten Morgen,
So ich habe den Kupplungsdeckel wieder runter geschraubt. An der 24 Mutter gezogen / gedrückt bewegt sich die 1,2mm. Die Mutter aber ist definitiv fest. Also gelöst um nach dem Distanzring zu schauen. Folge Mutter dann Scheibe dann Ritzel wieder Scheibe dann eine hauchdünne Scheibe Seegerring Lager. So wenn ich die Welle jetzt ziehe / drücke sehe ich dass das der innere Teil des Lagers mitgeht, der aüßere Ring angelehnt am Seegerring nicht. Das kenn ich von den Lagern der Hinterachse nicht also ist es wahrscheinlich verschlissen?! Optischer Zustand kein Flugrost. Jetzt stelle ich mir die Frage was ist mit der anderen Seite?! 1. Rutscht das Lager auf der KW? 2. Rutscht das Lager im Lagersitz? Oder auch verschlissen? Mmmh. Wie mal beschrieben hat der Motor seit Mitte der 80ger gelegen und es ist möglich das es die ersten Lager sind. Er wurde Anfang der 80ger mal aufgefrischt, aber wohl nicht so in die Tiefe. Nur Bürsten, Reibscheiben, Kolben ( ringe ) etc. Der dazugehörige Tacho steht bei 80 Tausend. Die Kernfrage ist wohl: Ist das Problem behoben wenn ich das Lager hinter dem Ritzel ersätze oder muss ich anderweitig tätig werden??? Geruhsamen Sonntag euch allen...
Achso möchte man dem Vorbesitzer Glauben schenken lief der Motor bis zum Ausbau rund. Hab ein gutes Verhältnis zu dem. Also müsste.

Re: Stator Spiel

Verfasst: 20.03.2016, 14:40
von Hans
Hallo,
mit den dünnen Scheiben wird die Kettenflucht ausgerichtet!
Hans

Re: Stator Spiel

Verfasst: 21.03.2016, 19:28
von dawu1983
Hallo Hans,
Danke hauchdünn nur weil ich nicht nachgemessen hab. Kenne das Prinzip von der Schwinge. Schön wer wenn noch einer Meinung, Tip, oder Tendenz zu meinen Hauptproblem hat mit der 1,2 mm wandernden Welle?!
Allen einen guten Wochenstart

Re: Stator Spiel

Verfasst: 21.03.2016, 20:19
von Heinkelcruiser
Moin Moin,
sinnvoll wäre es wohl den Motor komplett zu zerlegen und neu zu dichten und zu lagern.
Die rechten Lager kannst Du mit Loctite 648 aufkleben wenn die neuen auch zu locker sitzen.
Gruß
Christian