Servus Christian,
Edelschrauber hat Recht; An der Hinterachse darf kein spürbares Spiel vorhanden sein !
HAL2000 hat geschrieben: Kann das am Hinterradachslager liegen?
Bremstrommel und Schwingendeckel abnehmen und mit beiden Händen an den Enden der Achse versuchen
diese zu verkanten.
Wenn dabei ein gewisses Spiel zu erkennen ist, sind warscheinlich die Lager verschlissen !
HAL2000 hat geschrieben: Kann das auch an der Verzahnung der Bremstrommel liegen?
In vielen Fällen bekommt die Bremstrommel in der Verzahnung Luft und leider auch Verschleiß,
weil sich die Leute nicht trauen die Hinterachsmutter richtig festzuknallen (160 Nm ) !
Wenn bei ordentlich angezogener Hinterachsmutter immer noch ein gewisses Kipp- bzw. Radialspiel bemerkbar ist,
hat sich die eingegossene Stahverzahnung in der Alu-Bremstrommel gelockert !
Wenn man die Hinterachse heraustreibt (in Richtung Bremse)und senkrecht in den Schraubstock spannt,
kann man die Bremstrommel mit der Kronemutter auf die Verzahnung schrauben und durch Drehbewegungen
(links- und rechtsherum) ein vorhandenes Spiel zwischen Alu-Trommel und Stahlverzahnung erfühlen und erkennen.
(Wenn der Bereich gut gereinigt wurde, erkennt man auf der Innenseite der Trommel die Stahlverzahnung !)
Ist hier Spiel vorhanden, solltest Du Dich nach einer ordentlichen Bremstrommel umsehen !
Reparaturen wie Verstemmen oder Verkörnen bringen auf Dauer nichts !
Ich habe allerdings eine 5-Loch-Versuchstrommel auf einem anderen Touristen laufen, bei der ich vor jedem äußeren
Absatz der Stahlverzahnung einen 4 mm Spannstift und hier hinein nochmals einen mit 2 mm gesetzt habe.
Über diesen Langzeit-Test habe ich aber leider noch kein Ergebnis, da dieser Roller etwas weiter weg von mir
und recht selten gefahren wird ! Auf meinen 103 A-0 passt diese Trommel leider nicht !
Wird ein Lagertausch nötig, solltest Du Dir unbedingt auch die lange Distanzhülse zwischen den beiden Lagern
genauer ansehen ! Diese ist m.M. nach etwas zu weich und gibt an den Stirnflächen oft etwas nach !
Wenn sich die bremsseitige Kronenmutter zu weit aufdrehen lässt, sodass der Splint seine Funktion nicht mehr erfüllt,
ziehst Du die Achse mit der Mutter am Kettenrad einfach so weit in Richtung Schwingendeckel, bis es passt.
Nach der Kontrolle, dass die Hinterachse nicht am Schwingendeckel anliegt, wird die kettenseitige Kronenmutter
versplintet. Das Drehmoment von 160 Nm wird dann mit der bremsseitigen Kronenmutter eingestellt, wenn die
Bremmstrommel aufgesetzt ist !
Und zu guter Letzt noch ein Tip:
Wenn die Hinterachse schon mal ausgetrieben ist, schiebst Du über das kettenseitige Ende einen
ölfesten O-Ring 18 x 1,5 bis zur kurzen Abstandhülse. Dieser verhindert "profilaktisch"durch die Verpressung
mit dem inneren Lagerring, das Öl zwischen Hinterachse und Abstandhülse durchsickern kann !
