Servus Romi,
auch Dir ein herzliches Willkommen im Heinkel-Forum !
Wenn Du den Roller in diesem Zustand erst bekommen hast, wird es dem Vorbesitzer auch noch nicht aufgefallen sein
und die Fehler am Bremslicht und Abblendlicht werden nichts miteinander zu tun haben !
Bevor Du mit der untenstehenden Überprüfung des Abblendlichtes beginns, solltest Du diese Lampe mal genauer
ansehen oder auf Durchgang prüfen. Auch wenn an den Glühfäden kein Defekt zu erkennen ist, kann sie
schadhaft sein. Auch eine provilaktische Erneuerung dieser Lampe kann vorteilhaft sein, da nach längerer Zeit
deren Leuchtkraft nachlässt !
Zu Fehlersuche an der Lichtanlage ist eine Prüflampe unverzichtbar, die Du Dir aber auch leicht selbst anfertigen kannst:
Irgendeine Fassung mit irgendeiner
12 V-Leuchte (Birne). An beide Anschlüsse der Fassung ein kurzes und ein
längeres (ca 50 cm), isoliertes Kabel anbringen. Die beiden freien Enden abisolieren und entweder verzinnen,
Aderendhülsen aufwürgen oder im "Notfall" auch nur zusammendrehen. Schon hast Du eine 12 V Prüflampe !
Die Funktion der Prüflampe erst einmal an der Batterie prüfen (Anschluss + und -, Richtung ist egal).
Wenn die Lampenfassung für den Scheinwerfer an den Zuleitungskabeln zugänglich ist,
(Fassung aus dem Reflektor ausgebaut und Scheinwerfer zur Seite gelegt)
erst einmal die 4 Klemmschrauben für die Kabel mit Rostlöser einsprühen und einwirken lassen
(wirkt auch als Kontaktspray und kann nie verkehrt sein).
Alle 4 Schrauben mit einem
passenden Schraubenzieher mal lösen
(ggf. Messinggegenstücke auf der Bakelit-Platte mit Zange am Mitdrehen hindern)
und wieder leicht festziehen.
Den Anschluss der
braunen Masseleitung weit öffnen und eine Ader der provisorischen Prülampe zusammen
mit der vorh. braunen Leitung wieder festschrauben oder die Klemme einer übl. Prüflampe an diesen
blanken
Kabelanschluss anklemmen. Diese (Masse) Verbindung bleibt während der ganzen Prüfung bestehen.
(Achtung ! Kurzschlußgefahr bei Verbindung mit danebenliegenden Kabelanschlüssen)
Dieser Masseanschluss sollte o.k. sein, sonst würde das Stand- und Fernlicht nicht funktionieren !
Probehalber das andere Kabelende oder Prüfspitze mit dem grauen Kabel verbinden und Standlicht einschalten,
die Prüflampe muss aufleuchten.
Die gleiche Prüfung mit dem weißen bzw. dem gelben Kabel durchführen, bei Schalterstellung Fernlicht bzw.
Abblendlicht muss wiederum die Prüflampe aufleuchten !
Wenn an der weißen oder der gelben Leitung bei abwechselnder Stellung des Abblenschalters die Prüflampe
ausbleibt, kommt aus der betreffenden Leitung kein Strom an, d.h. Kabelbruch, fehlerhafte oder
oxidierte Verbindung im Abblenschalter bzw. defekter Abblendschalter.
Den Abblendschalter prüfst Du mit der gleichen Methode direkt an den Anschlüssen der gelben und weißen Leitung.
Aufgemerkt: Die
gelb-weiße Leitung ist die Zuleitung für Fern-
und Abblendlicht und wird erst durch
den Abblendschalter mit dem jeweiligen Verbraucher verbunden. Diese Leitung führt deshalb bei Zündschlüssel-
stellung "Fahrlicht" immer Strom wenn die Sicherung o.k. ist.
Wenn aber bei der Prüfung an der Lampenfasung bei allen drei Stromleitungen die Prüflampe aufleuchtet, besteht
entweder kein oder schlechter Kontakt zwischen Fassung und Lampenkontakten oder die Bilux-Lampe ist
ohne erkennbarem Schaden trotzdem defekt !
Auch ein schlechter Massekontakt zwischen Lampensockel und Fassung kann möglich sein !
Wenn aber an einem der beiden Leitungen für das Fahrlicht kein Strom ankommt, kann es auch an einer,
evtl. nachträglich eingebauten Steckverbindung des Kabelstranges unter der Vorderadhaube liegen !
Hier hilft dann nur das Reinigen der Kontakte und Einsprühen mit Kontaktspray (Rostlöser geht auch !)
Nach diesem "Roman" jetzt zum Bremslicht:
Erstmal überprüfst Du die Steckverbindungen der Leitungen, die sich unterhalb der Sitzbank im Motorraum befinden
und die Sicherung im Sicherungskasten.
Ursächlich für ein nicht funktionierendes Bremslicht ist auch oft der Bremslichtschalter, der sich "ungeschützt" auf der Unterseite des Beinschildes über dem Bremspedal befindet.
Entweder ist die Feder lahm, gebrochen oder zu lang, ein Zuleitungskabel abgebrochen oder die Kontakte im Bremslichtschalter oxidiert !
Am Besten ist es, diesen Schalter mal komplett zu demontieren und auf der Werkbank zu säubern und "gängig" zu
machen. (Rostlöser bzw. Kontaktspray) Auch die Anschlusskontakte sollten blank sein.
Die Funktion sollte vor dem Wiedereinbau aber mit einem Durchgangsprüfer (auch Ohmmeter) sichergestellt sein.
I.d.R. sind auch die Enden der Anschlussleitungen "ausgefranst" und sollten etwas abgeschnittenen, abisoliert und
verzinnt bzw. mit passenden Aderendhülsen versehen werden !
Natürlich muss nach dem Wiedereinbau auch die Federspannung angepasst werden, damit der Schalter auch im
richtigen Moment das Bremslicht einschaltet !
Mit einer Prüflampe kann man auch einen evtl. Kabelbruch in der Zuleitung zum Bremslicht eingrenzen.
Die Beschreibung dazu würde jetzt aber etwas langwierig, vielleicht kommst Du ja selbst dahinter !
Puhhhhh................das muss für`s Erste mal reichen !
