Drehmomentschlüssel eichen
Verfasst: 05.04.2014, 17:31
Hallo,
mir fällt bei diversen Beiträgen über Drehmomente (z.B. Zylinderkopfschrauben) auf, dass sich vermutlich die Wenigsten Gedanken über große Toleranzen bei den heute üblichen Billigangeboten von Drehmomentschlüsseln machen. Dabei erinnere ich mich an meinen doch inzwischen ca. 20 Jahre alten Dr.-Schlüssel mit Zeiger und Skala (also noch nicht modern mit Schnappknarre). Den habe ich damals extra deswegen ausgesucht und jedenfalls sofort mal kontrolliert und kam auf r i e s i g e Abweichungen, die einen Heinkel-Motor durchaus killen können. Die Eicherei ist relativ einfach: 100 cm durch Abstand von 1/2"-Vierkant zum Mittelpunkt des Griffes in cm messen und teilen (also z. B. 100 : 33,3 cm = 3). Dann den Dr.-Schlüssel mit dem Vierkant in den Schraubstockso einspannen, dass der Griff waagerecht nach vorn steht und einen Kunststoffeimer mit 10 Liter Wasser in dem gemessenen Abstand an den Griff hängen. Der Zeiger muss jetzt genau 3 kgm anzeigen (neuere Maßdimensionen mal unberücksicht). Wenn dann vermutlich viel zu wenig angezeigt wird (z.B. 2,3 kgm), dann alles ausspannen und den Dr.-Schlüssel am langen Hauptschaft beidseitig so lange großflächig (mindestens über 10 cm) abfeilen, bis der Wert nach mehrmaligen Aktionen erreicht wird. Und das können ganz schön viele sein. Aber erst dann zeigt das teure Teil wirklich genau an. Bei mir war es heftige Feilarbeit.
Welche Möglichkeiten der Korrektur sich bei modernen Klick-Dr.-Schlüsseln ergeben, muss man individuell erkunden. Aber nachmessen sollte man auf jeden Fall! Und dann, wenn keine Korrekturmöglichkeit gegeben ist, beim Nachziehen auf alle Fälle berücksichtigen.
Gruß an alle Schrauber.
mir fällt bei diversen Beiträgen über Drehmomente (z.B. Zylinderkopfschrauben) auf, dass sich vermutlich die Wenigsten Gedanken über große Toleranzen bei den heute üblichen Billigangeboten von Drehmomentschlüsseln machen. Dabei erinnere ich mich an meinen doch inzwischen ca. 20 Jahre alten Dr.-Schlüssel mit Zeiger und Skala (also noch nicht modern mit Schnappknarre). Den habe ich damals extra deswegen ausgesucht und jedenfalls sofort mal kontrolliert und kam auf r i e s i g e Abweichungen, die einen Heinkel-Motor durchaus killen können. Die Eicherei ist relativ einfach: 100 cm durch Abstand von 1/2"-Vierkant zum Mittelpunkt des Griffes in cm messen und teilen (also z. B. 100 : 33,3 cm = 3). Dann den Dr.-Schlüssel mit dem Vierkant in den Schraubstockso einspannen, dass der Griff waagerecht nach vorn steht und einen Kunststoffeimer mit 10 Liter Wasser in dem gemessenen Abstand an den Griff hängen. Der Zeiger muss jetzt genau 3 kgm anzeigen (neuere Maßdimensionen mal unberücksicht). Wenn dann vermutlich viel zu wenig angezeigt wird (z.B. 2,3 kgm), dann alles ausspannen und den Dr.-Schlüssel am langen Hauptschaft beidseitig so lange großflächig (mindestens über 10 cm) abfeilen, bis der Wert nach mehrmaligen Aktionen erreicht wird. Und das können ganz schön viele sein. Aber erst dann zeigt das teure Teil wirklich genau an. Bei mir war es heftige Feilarbeit.
Welche Möglichkeiten der Korrektur sich bei modernen Klick-Dr.-Schlüsseln ergeben, muss man individuell erkunden. Aber nachmessen sollte man auf jeden Fall! Und dann, wenn keine Korrekturmöglichkeit gegeben ist, beim Nachziehen auf alle Fälle berücksichtigen.
Gruß an alle Schrauber.