Servus Joachim, Servus BerndSt,
BerndSt hat geschrieben:"Außenlamellenstärke: max. 5,0 mm min. 4,0 mm" (103-A1)
Ich bin mir fast sicher, daß die o.g. Mindeststärke der Außenlamellen von 4,0 mm nicht
als Verschleißgrenze zu betrachten ist !
Ich habe schon durchrutschende Kupplungen ausgebaut, deren Außenlamellen nicht viel
dünner waren als die Neuen !

Die Maße habe ich nicht mehr im Kopf, es lag auf
jeden Fall im zehntel-Millimeter-Bereich !
Der Grund des "Rutschens" liegt entweder an der
" Verhärtung / Verglasung" der Belag-
Oberfläche, am zu geringen Anpressdruck oder am falschen Öl !
Genau so verhält es sich mit den Bremsbelägen !
"Verglaste" Bremsbeläge, die noch (gefühlsmäßig) genug Dicke aufweisen, kann man durch vorsichtiges
und gleichmäßiges "Anschleifen" wieder griffig machen !
Ich denke es kann jeder, auch ohne Messwerkzeug und Verschleißwerte, entscheiden, wann ein Brems-
belag verschleißbedingt getauscht werden sollte !

Neue Bremsbeläge (nicht Übermaß) haben eine Dicke von ca. 4 mm.
Auch sollte man bedenken, daß sich bei stark verschlissenen Bremsbelägen die Hebel-Verhältnisse
der Bremsmechanik ändern und sich im schlimmsten Fall (bei extrem nachgestelltem Bremshebel)
der Bremsschlüssel querstellen und über den Totpunkt hinausgedreht werden kann, sodaß trotz äußerer
Rückholfeder der Bremshebel nicht mehr zurückgestellt wird und sich die Bremse nicht mehr löst !
Das obige Bild zeigt den Extremfall: Bei Bremsbacken ohne Belag lässt sich der Bremsschlüssel
locker um über 90° verdrehen !!
Dabei muß man auch bedenken, daß die Bremstrommel evtl. auch schon mal ausgedreht wurde !
Ich wünsche allzeit gutes Bremsen und sende