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Motor stirbt temporär
Verfasst: 13.06.2012, 14:10
von HeinkelMe
Hallo,
bei meiner Perle habe ich folgendes Problem.
Nachdem Motor startet und einige Zeit gut gelaufen ist, stirbt er ab. Ist aber danach wieder startbar. Jedenfalls, nach einiger Wartezeit.
Erste Inspektion hat sichtbare Schmelzstellen am Zündkabel ergeben.
Kann das das Problem sein? Hatte Jemand schon einmal ähnliches?
Danke im Vorraus
Re: Motor stirbt temporär
Verfasst: 02.08.2012, 09:40
von oldbiker
Hallo,
ein ähnliches Phänomen hatte ich an meinem 103 A1 (ich hoffe gehabt)
Hast du enen Benzinfilter vor dem Vergaser, wenn ja wie ist der eingebaut?
Nach div. Möglichkeiten und Abstellversuchen (Benzin kocht: Strahlungsschutz an Auspuff gebaut, Unterdruckbildung im Tank: Loch in Tankdeckel gebohrt) habe ich den Benzinfilter, der vorher etwas "steigend" zum Vergaser hin verlegt war nun etwas fallend verlegt; seither (ca. 350 km) ist das Phänomen weg.
Wenn es an der Zündung läge, würde der Motor nicht nach kurzer Zeit wieder laufen.
Gruß
Dietmar
Re: Motor stirbt temporär
Verfasst: 12.08.2012, 08:58
von barmbrun
Habe das gleiche Problem an meiner Perle und besteht vermutlich in hängender (klemmender) Schwimmernadel. Durch anheben und fallen lassen des Mopeds ist es meist (kurzfristig) behebbar, denn dann bekommt der Vergaser (bis zum nächsten Mal) wieder Benzin. Da ich noch einen zweiten Schwimmerdeckel hatte, habe ich bei diesem die nur ca. 0,7 mm dünne Bohrung auf 1,5 mm vergrößert. Das scheint zumindest teilweise zu helfen. Außerdem habe ich die Schwimmernadel oben abgeschliffen, damit der Benzindruck besser wirken kann. Ob das physikalisch korrekt ist, weiß ich allerdings nicht genau. Denn m.E. müsste der Benzindruck auch bei spitzer Nadel wirken. Das Problem ist (logischerweise) bei geringem Benzinstand im Tankbehälter größer, auch bei Einbau eines zusätzlichen Filters im Schlauch. Meine Perle läuft nur bei möglichst vollem Tank zuverlässig. Den Benzinfilter werde ich ggfs. wieder entfernen.
Da meine Perle (in bei uns 800 m Meereshöhe) bisher viel zu fett lief und keine anderen Düsen lieferbar sind, habe ich eine ca. 2 mm dünne Korkscheibe (vom Rotwein) mit ca. 12 mm Durchmesser unter den Schwimmer gelegt. Jetzt scheint das Problem behoben zu sein. Leistung jetzt ziemlich genau 45 km/h (Tacho 48-50). Verbrauch aber bisher unzumutbar ca. 2,5-2,8 l/100 km (deutlich mehr als mein 103A2).
Weiß einer einen Rat dazu?
Re: Motor stirbt temporär
Verfasst: 30.12.2013, 23:40
von Andy1616
Hallo,
komme auf den Thread, da mir ähnliches widerfahren ist.
Der Motor läuft, stirbt aber bei Last ab, manchmal geht er sogar aus, fängt sich auch manchmal im Standgas wieder.
Ursächlich war es mir zuerst unklar und jetzt im Winter hatte ich auch Zeit, den Motor einmal auszubauen und auseinander zu nehmen (bis auf Getriebehälften auseinanderschrauben, das habe ich mich von wegen erhitzen zur Abnahme der Kurbelwellenlager doch nicht getraut).
Jetzt vor dem Einbau wollte ich das Restbenzin aus dem tank einmal ablassen, um das Fahrgestell einmal auf den Kopf zu stellen und zu säubern bzw. Gabeldämpfer mit Öl bestücken. Das Benzin lief aus dem Benzinhan nur tröpfelnd und auf Reserve gar nicht. Beim Ausbau sah ich den Grund: Ziemlich viel feiner Rost-Schmodder am Boden des Tanks (obwohl ich ihn letztes Jahr intensiv gereinigt habe), welcher die Reserve trotz Sieb komplett verstopfte und auch am Steigrohr für Normalbetrieb schon erste Engpässe verursachte. Von daher ist das Verhalten ähnlich eines klemmenden Schwimmers zu erklären.
Habe jetzt den alten original Benzinhahn wieder rausgekramt, den ich letztes Jahr gegen Ersatz aus dem Club getauscht hatte. Hier hat auch die Reserve ein kurzes Steigrohr (beim Ersatz Reserveauslauf ganz am Boden), so dass der Schmodder unterhalb am Tankboden /-spitze bleibt. Hoffe, dass ich den alten Hahn wieder in Funktion bringe und dann noch ein Sieb drüber stülpen.
Muss man dann wahrscheinlich alle paar Jahre/Monate mal ausbauen und spülen, aber unterwegs bleibt man hoffentlich nicht stehen.
Viele Grüße
Andy