Perle stockt bei höherer Leistung
Verfasst: 04.08.2011, 15:24
Moinmoin!
Ich habe vor einigen Tagen eine gut erhaltene Heinkel Perle ersteigern können, Bj. 1957, ein echter Glücksfund mit fast vollständigem Originalzustand in Zenitblau, mit verbautem Original Fischer-Vergaser 10 DA 25. Soweit sogut, anspringen tut die Perle auch tadellos, und im Leerlauf ist der Klang auch satt und die volle Leistung vom Motor ist da. Sobald allerdings ein Gang eingelegt wird, lässt die Leistung nach, nur zu einem ganz kleinen Teil, aber dennoch spürbar. Sie zieht einfach nicht komplett an. Bei höherer Geschwindigkeit, also so bei ca. 30-40 km/h im 2. Gang, "verschluckt" sich der Motor ab und zu, also unterbricht quasi ab und an ein kurzes Stottern oder Ruckeln den Lauf, danach fährt sie normal weiter, allerdings wie gesagt nicht auf voller Leistung, wie schon von Anfang an. Das Gemisch ist wie vorgegeben auf 1 Teil Öl zu 25 Teilen Benzin abgestimmt, und da dies schon die zweite Tankfüllung ist, scheint das Problem nicht durch das Gemisch bedingt zu sein. Zur Behebung des Problems haben wir die Steuer- und die Hauptdüse des Vergasers ausgebaut und gereinigt, den Luftfilter des Vergasers ausgebaut, gereinigt und eingeölt, die Zündkerze (eine 8er) ebenfalls ausgebaut und gereinigt und diese auch ersatzweise durch eine 6er Zündkerze mit höherer Temperatur ersetzt, was auch keine Verbesserung des Problems nach sich zog. Auch haben wir testweise die Gummimanschette zwischen Vergaser und Ansauggeräuschdämpfer entfernt, was bis auf das veränderte Motorengeräusch auch ergebnislos blieb. Die Zündung ist laut Vorbesitzer vor kurzem eingestellt worden und scheint auch nicht das Problem zu sein, da sie im Leerlauf auf voller Leistung reibungslos arbeitet. Getriebeöl ist ebenfalls genug vorhanden und auch noch frisch und unverfärbt. Jetzt bleibt die Frage im Raum, was noch das Problem sein könnte - könnte es sich um ein Problem bei der Kupplung oder dem Getriebe handeln? Was noch auffiel beim Entfernen der Hauptdüse ist, dass es sich bei dieser um eine 36er-Düse handelt, und nicht um eine wie laut Bedienungsanleitung vorgegebene 34er-Düse. Könnte dies zu dem Problem führen? Oder muss die Perle, die vom Vorbesitzer wirklich nur für Kurzstrecken genutzt wurde und somit relativ selten ausgefahren wurde, erstmal wieder eingefahren werden? Ich freue mich auf alle mögliche Ideen und Vorschläge, die zur Lösung des Problems beitragen können, und hoffe, dass die Perle bald wieder munter läuft.
Gruß,
Oliver
Ich habe vor einigen Tagen eine gut erhaltene Heinkel Perle ersteigern können, Bj. 1957, ein echter Glücksfund mit fast vollständigem Originalzustand in Zenitblau, mit verbautem Original Fischer-Vergaser 10 DA 25. Soweit sogut, anspringen tut die Perle auch tadellos, und im Leerlauf ist der Klang auch satt und die volle Leistung vom Motor ist da. Sobald allerdings ein Gang eingelegt wird, lässt die Leistung nach, nur zu einem ganz kleinen Teil, aber dennoch spürbar. Sie zieht einfach nicht komplett an. Bei höherer Geschwindigkeit, also so bei ca. 30-40 km/h im 2. Gang, "verschluckt" sich der Motor ab und zu, also unterbricht quasi ab und an ein kurzes Stottern oder Ruckeln den Lauf, danach fährt sie normal weiter, allerdings wie gesagt nicht auf voller Leistung, wie schon von Anfang an. Das Gemisch ist wie vorgegeben auf 1 Teil Öl zu 25 Teilen Benzin abgestimmt, und da dies schon die zweite Tankfüllung ist, scheint das Problem nicht durch das Gemisch bedingt zu sein. Zur Behebung des Problems haben wir die Steuer- und die Hauptdüse des Vergasers ausgebaut und gereinigt, den Luftfilter des Vergasers ausgebaut, gereinigt und eingeölt, die Zündkerze (eine 8er) ebenfalls ausgebaut und gereinigt und diese auch ersatzweise durch eine 6er Zündkerze mit höherer Temperatur ersetzt, was auch keine Verbesserung des Problems nach sich zog. Auch haben wir testweise die Gummimanschette zwischen Vergaser und Ansauggeräuschdämpfer entfernt, was bis auf das veränderte Motorengeräusch auch ergebnislos blieb. Die Zündung ist laut Vorbesitzer vor kurzem eingestellt worden und scheint auch nicht das Problem zu sein, da sie im Leerlauf auf voller Leistung reibungslos arbeitet. Getriebeöl ist ebenfalls genug vorhanden und auch noch frisch und unverfärbt. Jetzt bleibt die Frage im Raum, was noch das Problem sein könnte - könnte es sich um ein Problem bei der Kupplung oder dem Getriebe handeln? Was noch auffiel beim Entfernen der Hauptdüse ist, dass es sich bei dieser um eine 36er-Düse handelt, und nicht um eine wie laut Bedienungsanleitung vorgegebene 34er-Düse. Könnte dies zu dem Problem führen? Oder muss die Perle, die vom Vorbesitzer wirklich nur für Kurzstrecken genutzt wurde und somit relativ selten ausgefahren wurde, erstmal wieder eingefahren werden? Ich freue mich auf alle mögliche Ideen und Vorschläge, die zur Lösung des Problems beitragen können, und hoffe, dass die Perle bald wieder munter läuft.
Gruß,
Oliver