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KOPFDICHTUNG
Verfasst: 03.02.2006, 21:40
von Bernd Hünten
Ich möchte meinen Motor neu aufbauen und habe einige Fragen zur Kopfdichtung.
Welche Dichtung nehme ich, wenn ich davon ausgehe, dass ich die normale Dichtung wegen des Durchblasens nicht nehmen will?
Was spricht für die Aluminiumdichtung des Clubs, die ja wesentlich größer ist als das Original?
Was spricht für die Zyliderkopfdichtung mit Kupferbrennsteg und muss die, wie mehrfach gehört, noch heiß gemacht (ausgeglüht) werden?
Heißen Dank für eure Tipps!
Bernd Hünten
Verfasst: 03.02.2006, 22:48
von Andreas Ehlers
Moin moin,
guck mal bei
http://www.pteng.de
Dort
Heinkel dann
Antrieb, dann
Dichtungen anklicken.
Ich fahre mit der Alu-Dichtung und habe keinerlei Probleme.
Andreas
Verfasst: 05.02.2006, 09:00
von Olinger123
Hallo!
Ich habe die Aludichtung, die Dichtung mit Kupferbrennsteg und die reine Kupferdichtung ausprobiert. Ich kann die reine Kupferdichtung empfehlen. Bei den anderen gab es immer kleine Probleme. Dabei habe ich eine Silikondichtmasse von Würth mit verwendet. Ich bin absolut zufrieden. Kupferdichtung und Dichtmasse gibt es hier:
http://www.heinkel-werkstatt.de.
Kopfdichtung
Verfasst: 05.02.2006, 22:05
von Hans
Hallo,
die meisten meiner Heinkelfreunde in Leverkusen und auch ich selbst wir fahren die ganz normale Kopfdichtung, die der Club verkauft. Niemand hat bisher Probleme gehabt. Allerdings wird darauf geachtet, dass spätestens nach 500km die Kopfverschraubung mit Drehmoment nachgezogen wird.
Die Dichtung mit "Brennsteg" ist meines Erachtens problematisch, weil sich der Steg im Kopf "abdrückt" und so eine Art Nut im Kopf entsteht, die dann nur noch die Verwendung von Dichtungen mit Brennsteg zulässt. Wozu das Ganze? Die normale Dichtung tuts!!!
Die Kupferdichtung ist wohl wiederverwendbar, muss dann aber stets weichgeglüht werden.
Heinkelgruß
Hans
Kopfdichtung
Verfasst: 05.02.2006, 22:47
von manfred030
Moin,
ich schleife den Zylinder und den Zylinderkopf mit Ventilschleifpaste zusammen ein. Denn diese beiden Flächen sollen ja ganz plan zueinander sein. Es ist immer wieder erstaunlich, daß speziell auf der Zündkerzenseite "Material" an der Kopffläche fehlt. Das ist beim Einschleifen ganz deutlich zu erkennen, also schleifen, schleifen... Diese Methode habe ich schon in den 60ziger Jahren beim Geländesport-Motorrad angewendet.
Bisher ist noch keine Kopfdichtung beim Heinkel (auch bei Freunden) abgepfiffen! Ich setze die Kopfdichtung aber grundsätzlich , egal ob normal oder mit Brennsteg, immer mit Hylomar ein.
Gruß Manfred
Kopfdichtung
Verfasst: 06.02.2006, 21:59
von Hans
Moin, moin,
Kopf plan schleifen muss sein!
"Fehlendes Material" unter dem Zündkerzenloch entsteht meiner Meinung nach durch heiß- und kalt-Wechsel des ganzen Kopfs, wobei dann die dünne Stelle unter dem Zündkerzenloch sich auf Dauer anders verformt als der "dicke" Rest.
Schleifen mit 60er oder 80er Leinen reicht aber. (Leinen festklemmen auf ebener Platte -Touchierplatte, ewtl. dicke Glasscheibe-) Hylomar bei Kopfdichtung ist "Hosenträger zum Gürtel".
Wer plan geschliffen hat und Drehmomentvorgaben sowie "Nachziehen bei 500km" einhält, dürfte kein Problem bekommen.
Gruß
Hans
Kopfdichtung
Verfasst: 06.02.2006, 22:18
von manfred030
Moin Hans,
grob auf einer Glasplatte mit Schmirgel den Kopf bearbeiten ist doch Schmiedearbeit. Ich habe eine Reihe von Zylinder in der Hand gehabt, wo auch die Oberfläche nicht plan war. Deshalb gegenseitiges einschleifen.
Oder beide Teile in einer Fachwerkstatt planen lassen.
Hylomar sind "Hosenträger" ist ja ganz lustig, wieviel Km fähsrt Du denn im Jahr und wieviel Kopfdichtungen hast Du schon erneuert? Mit dem 200er Motor usw.läuft meiner echte 100kmh, die ich auch ausnutze.
Fahre im Jjahr ca. 7.000 Km und habe noch nie eine abgepfiffene Dichtung gehabt.
Gruß Manfred
Kopfdichtung
Verfasst: 07.02.2006, 18:56
von Hans
Moin Manfred,
jau, is meinetwegen Schmiedearbeit

, aber reichte bisher um Durchbläser zu vermeiden. Nicht-planebene Zylinder hatte ich noch nicht. Selbstverständlich müssen auch die plan sein

.
Ein Durchbläser, den wir hatten, trat auf, nachdem das Nachziehen der Kopfschrauben unterblieben war

. Die Fahrleistung ist bei einigen von uns durchaus vergleichbar, allerdings gibt's (noch) keinen 200er Motor.
Dein Vorgehen ist guter Maschinenbau und die Nummer sicher

.
mit Heinkelgruß
Hans
Kopfdichtung um die mutter
Verfasst: 12.02.2006, 11:58
von exKBBS
Fur der cilinderkopfmutter/gewinde kan ich modernes empIch hab es mit modernen blaue siliconen gemacht. Die bleibt beweglich und ist hitzefest. Und es functioniert auch als borgmittel.

Zylinderkopfdichtung
Verfasst: 19.06.2006, 21:42
von Heinkel/c1
Das Thema Zylinderkopfdichtung ist bei mir auch eine unendliche Geschichte. Ich schleife meinen Zylinderkopf mit Ventileinschleifpaste auf einer geschliffenen Stahlplatte plan. Das hat auch schon mit meinem VW-Passat Motor funktioniert. Was ich in letzter Zeit anders mache, ich verwende jetzt Muttern mit einem Bund aus einem höherwertigen Material. Diese Muttern haben einen Bunddurchmesser von ca. 15mm. Als so groß wie die Unterlegscheiben.- Ich habe festgestellt dass die U- Scheiben sich durchdrückten. Das heißt die Planflächen für die Verschraubungen geben nach und ein erhöhtes Setzungsverhalten stellt sich ein. Die Flächen müssen dann plangefräst werden. Die Muttern setze ich mit einem Silikondichtungsmittel ein, um das Durchsickern des Öls zu verhindern. Anzugsmoment 35 N/m nach 500-1000 km nachziehen.- Ich fahre mit einer Kupferdichtung und bei gleichem Verfahren mein Freund mit der normalen Kopfdichtung im Gespannbetrieb. Wir waren mit den Rollern in Berlin (1400km) und mussten nur Benzin nachfüllen. Ölverlust gering. Kopfdichtungen mit Brennsteg haben sich bei uns nicht bewährt. Schönen Sommer und wenig ölige Finger.