Seite 1 von 2

Bremsenproblem

Verfasst: 12.04.2011, 17:52
von albo
Hallo zusammen,

ich hab mir vor einem Jahr hinten neue Bremsbeläge eingebaut. Richtig gut gebremst hat sie nie, aber jetzt hat mir der TÜV die Abnahme verweigert. Nachdem ich die Bremse auseinandergebaut hatte habe ich festgestellt, daß die Beläge nicht über den ganzen Bereich abgenutzt sind. Bei einem Belag fehlen an beiden Enden ca. 3 cm, beim anderen an einer Seite ungefähr 5 cm. Ich hab die Beläge beim Club gekauft.
Bei der Vorderbremse hab ich eigentlich das gegenteilige Problem. Dort blockiert die Bremse schlagartig und man kann sie nicht wirklich gut dosieren.
Weiß vielleicht jemand eine Lösung zu meinen Problemen.

Freundliche Grüße

Albert

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 09:05
von Bernd Hoose
Ich weiß nicht ob das zulässig ist, aber ich habs so gemacht.
Neue Beläge mit Übermaß gekauft, und vom Moppedbastler meines Vertrauens auf die alten Backen anbringen lassen.
Dann Trommel mit groben Schleifpapier rundum ausgelegt, und dann per Hand das Rad bei leicht gezogener Bremse gedreht.
Immer wieder nachgesehen ob die neuen Belege ein gleichmässiges Schleifbild haben.
Das ganze halt dann so lange gemacht bis über die ganze Belaglänge ein Anschliff zu sehen war.

Danach war die Bremsleistung aber auch nicht überragend....
Allerdings ha sich noch nie einer der TÜVler das Ding gefahren, ich sagt dene immer,
wenn du den an kriegst darfst du auch fahren, aber wehe du machst den beim schalten kaputt!
Danach brauchte ich meist nur zu blinken und Bremslicht zeigen umd die bunten Aufkleber zu kriegen,
bei der Kabine wars meist noch einfacher :-))

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 09:38
von Wolfgang56
Bei der Vorderbremse hab ich eigentlich das gegenteilige Problem. Dort blockiert die Bremse schlagartig und man kann sie nicht wirklich gut dosieren.
Weiß vielleicht jemand eine Lösung zu meinen Problemen.


Hallo,
wenn Du die Vorderradbremse zerlegt hattest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Du die Bremsnocke (Bremsenschlüssel) verkehrt herum eingebaut hast! Es gibt eine kurze und lange Fläche zum Betätigen der Bremsbacken; die lange Fläche muß nach unten zeigen.
Gruß,
Wolfgang

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 09:45
von Curdin
wieso sollte das nicht zulässig sein? Genau das ist das Problem - die Backen tragen nicht flächig in der Trommel. Ich kenne das nur von der Lambretta. Da montiere ich die Bremsbacken und nach der ersten Fahrt demontiere ich die ganze Schose. Da sieht man dann schnell, dass etwas nachgearbeitet werden muss, bis die Backen schön anliegen.
Wenn das beim Heinkel mit Schleifpapier zwischen Backe/Trommel geht ist das ja super - bei der Lammy hat das keinen Platz :(
Allerdings ha sich noch nie einer der TÜVler das Ding gefahren, ich sagt dene immer,
wenn du den an kriegst darfst du auch fahren, aber wehe du machst den beim schalten kaputt!
Das probiere ich hier in Zürich auch mal :D finde ich Hammer, dass das geht. Mir kräuseln sich jedesmal die Nackenhaare, wenn der Prüfer getriebegangsuchend zur Fahrrunde geht.

curdin

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 10:21
von Bernd Hoose
..

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 11:17
von Bernd Hoose
Entweder nnehme ich immer die ganz alten, die wissen das da nix kaputt geht, bzw. schnell repariert wird...
bzw. sind abgeklärt genug bei Oldies fünfe grade sein zu lassen!
oder die ganz Jungen, die stehen immer wie Ochs vor Berg vor dem Altmetall, die Panik in den Augen ist meistens der Extrabonus.
Irgendeiner aus dem Forum schrieb mal das sein Ingenieur meinte der 2. Zylinder würde sich aber komisch anhören :mrgreen:
Bei der Kabine sind die immer völlig entsetzt, das die 2. Achse keine Bremswirkung hat, beim Betätigen des Bremspedals....

Ich krieg dann immer Bauchschmerzen vom vielen Lachkrampf zurück halten.
Soviel zu unserem TechnischenVerhinderungsVerein!

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 15:18
von albo
Hallo,

danke schon mal für die Antworten. Die Vorderbremse habe ich noch nicht zerlegt da ich noch nicht ganz sicher bin, wie die aufgeht. Werd ich aber mal machen und schauen, ob die Bremsnocke richtig eingebaut ist. Vielleicht hat ja der Vorgänger einen Fehler gemacht.
Das mit dem Abschleifen hab ich mir bei den hinteren Belägen auch schon überlegt. Ich weiß nur nicht, ob ich das so gleichmäßig hinbekomme. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß das mit dem Einlegen von Schmirgelpapier in die Bremstrommel funktioniert, da dreht sich beim Bremsen doch eher das Papier in der Bremstrommel mit.

Gruß

Albert

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 13.04.2011, 19:41
von anh
Du musst die Belege an den Stellen abschleifen, wo sie Kontakt mit der Trommel zeigen (dunkel, glaenzend). Einbauen und Fahren und Bremsen, Ausbauen, schleifen, einbauen, Fahren und bremsen, aus.... Usw

Bis die Kontaktflaeche gross genug ist um wirksam zu sein.
Ein schoenes Wochenende :D

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 14.04.2011, 11:24
von Bernd Hoose
Also Schleifpapier als Streifen zurechtgeschnitten und mit etwas Schmiere auf der Trommel fixiert,
da geht auch alles andere was sich hinterher mit Bremsenreiniger wieder entfernen lässt.
Selbst Spucke geht, man erzeugt ja beim Schleifen keine Riesenkräfte, das Papier muss nur rundherrum gehen und keinen Spalt haben.
Dann Bremstrommel mit dem Schleifpapier enbauen, Rad per Ahnd druchdrehen und Bremse etwas anziehen bis man es schleifen hört.
Das ganze einige Zeit drehen, Trommel abziehen und Beläge begutachten.
Das solange wiederholen bis ein gleichmäßiges Tragbild auf den Bremsbelägen zu sehen ist.
Schleifpapier rausfriemel und Trommel mit Bremsenreiniger von allen Rückständen befreien.
Alles wieder zusammenbauen und Bremse nachstellen, fertig.

Re: Bremsenproblem

Verfasst: 15.04.2011, 07:04
von Olinger123
Hallo!

Noch ein Tip, das Schleifpapier in der Trommel mit doppelseitigen Teppichklebeband befestigen, funktioniert astrein. Da es mitunter mit dem Schleifpapier einige zeit dauert, kann man nach den ersten Umdrehungen den größten Teil der Bremsbeläge mit eine Feile (nicht raspel) bearbeiten. Dann wieder mit der mit Schleifpapier ausgekleideten Trommel die Feinarbeit vornehmen.