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Verfasst: 24.02.2007, 22:37
von Heinkelholgi
Hallo Olinger,

ich habe mal versucht, das fotografisch darzustellen. Durch vorsichtiges Biegen der gekennzeichneten Lasche kann man die Ladespannung in Grenzen justieren. Kontrolle an den Batterieanschlüssen bei erhöhter Motordrehzahl.

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Hier zur Verdeutlichung noch mal bei eingebautem Reglersystem:

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Gruß Holgi

Verfasst: 27.02.2007, 18:54
von Olinger123
Hallo Holgi!

Sensationell, besser geht es kaum. Kannst Du mir noch kurz sagen in welche Richtung ich die Lasche biegen muss, damit die Ladespannung geringer wird, näher zur Spule oder in die andere Richtung.

Nochmal, besser geht es kaum.

Verfasst: 05.04.2007, 22:46
von Heinkelholgi
Hallo Olinger,

habe seit Wochen her nicht mehr reingeschaut, entschuldige die späte Reaktion.
Wenn die Lasche vom Spulensystem weg gebogen wird (auf dem obersten und untersten Foto also nach rechts >>) wird die Kraft der Blattfeder erhöht, demnach müsste der Regler, wenn mich mein logisches Denken nicht im Stich lässt, früher anziehen. Also: weniger Ladespannung beim Biegen nach rechts.
Das merkst du aber auch sofort, es geht hier ja nur um Zehntel Millimeter.
Viel Erfolg!

Gruß Holger

Bleigelbatterie

Verfasst: 16.05.2007, 18:48
von Bernd Hünten
Ich habe mir jetzt eine Bleigelbatterie 12V 18 A gekauft, die die Maße der 17 A Batterie hat (ebay mit Versand 38 €) und in den entsprechenden Halter passt. Auf der Batterie stehen folgende Angaben:
Charging Instruction at 20° C
Voltage regulation : Standby use 13,5-13,8V
CyClic use 14,4 -15,0 V
Initial Current 5,4 A max

Was bedeutet das für die Einstellung meines Reglers?

Der elektronische kostet bei Laubtec für Bosch 85 €, für Siba 90 € ohne Einbau, der käme mit 22,50 € hinzu.

Bernd Hünten

Verfasst: 16.05.2007, 21:30
von Heinkelholgi
Hallo Bernd,

Glückwunsch zur "nie mehr-Ärger-Batterie" :D !
Die Daten sind identisch mit meiner. Für dich bedeutet das,wenn du einen elektronischen Regler bei Laubersheimer orderst, dann lass die Ladespannung auf 13,8 Volt und den Ladestrom auf 6 A einstellen. Die Angaben "cyclic use" und "standby use" sind natürlich auf den häufigsten Verwendungszweck dieser Batterien, nämlich NICHT in Fahrzeugen, sondern bspw. in Alarmanlagen, ausgelegt. Eigentlich könnte man meinen, im Heinkel liegt zyklischer Betrieb vor, denn der Akku wird ja immer wieder von Laden auf Entladen umgeschaltet. Man könnte also den Regler auf 14,4 V einstellen. In der Praxis hat sich aber wohl gezeigt, dass das bei längeren Fahrstrecken, sagen wir von mehr als zwei Stunden, schon zu Batterieschäden durch Überladung führen kann.

Die langen Ladeperioden bei längeren Fahrtstrecken entsprechen daher mehr dem "standby"-Betrieb. Mit der Einstellung deines Reglers auf 13,8 V bist du auf der sicheren Seite, auch, wenn du mehr Kurzstrecke fährst. Gleichzeitig ergibt sich der Nebeneffekt, dass sämtliche Glühlampen deines Heinkel etwa 30% länger halten als bei 14,4 V, ohne dass sie merklich dunkler brennen. Und die Tatsache, dass der Akku bei 13,8 V nicht "knallvoll" (wie bei 14,4 V) wird, kann man unter den Tisch fallen lassen, weil die vergleichsweise riesige Kapazität von 18 Ah sowieso nie ausgenutzt wird. Er hat dann vielleicht "nur" noch 17 Ah!

Der "initial current" ist der sog. Anfangsladestrom bei völlig entleertem Akku. Hierzu ein kurzer Ausflug in die Akkutechnik: ein entladener Bleiakku hat durch die nur geringe Gegenspannung einen kleinen Innenwiderstand, der beim Anschließen einer Ladestromquelle mit Akkunennspannung (13,8 V) zu einem sehr hohen Ladestrom führt, der ohne Begrenzung den Akku zerstören kann. Steigt dann durch die Ladung die Klemmenspannung des Akkus, fällt auch sehr schnell (d.h. innerhalb von etwa 2 Minuten) der Ladestrom auf Werte unterhalb von 5 A. Bleiakkus werden ja, zumal im Fahrzeug, mit konstanter Spannung bei automatisch fallendem Strom geladen. Da die Lichtmaschine also immer ihre am Regler einjustierten 13,8V liefert, muss der Ladestrom begrenzt werden, um a) die Lima vor Überlast und b) den Akku vor Überladung zu schützen. Die Heinkel-Lima hat eine Nennleistung von 90 W (in der Praxis kann diese ohne Probleme um 20 W überschritten werden), was einem max. Strom von 6,47 A entspricht. Normalerweise kann man also den Ladestrom auf max. 7 A einstellen, aber der Akkuhersteller möchte gern höchstens 5,4 A Anfangsladestrom haben.

Also sagen wir mal, völlig leer wird der Akku niemals, es sei denn, du vergisst das Licht auszuschalten, während der Roller eine Woche in der Garage steht. Die 6 Ampere sind daher ein guter Kompromiss, wenn es gilt, die Lima möglichst auszunutzen und den Akku im Falle eines (Tiefentlade-) Falles zu schonen.

Beachte bitte: bei einer vollen oder nur teilentladenen Bleibatterie (auch ein Gelakku ist ja eine solche) beträgt der Ladestrom nur einen Bruchteil des Anfangswertes, in der Praxis fließen bei gut geladenem Akku nur noch rund 100-200 mA! Das ist so "viel", wie ein Taschenlampenbirnchen verbraucht! In diesem Fall ist es also völlig wurscht, auf welchen Strom dein Regler eingestellt ist, wichtig ist das einzig und allein bei leergelutschter Batterie!

Ich hoffe, du konntest mir folgen. Im Übrigen weise ich auf meinen Beitrag zum Thema "Regler" auf Ptengs Seite hin :P .

Greetings
Holgi

Einbau Regler

Verfasst: 07.06.2007, 22:17
von Bernd Hünten
Ich habe den Regler von Laubersheimer inzwischen eingebaut und gefahren. Die Einbauanleitung, da nicht speziell für den Heinkel gedacht, kann man vergessen, der Einbau ist jedoch einfach, wenn man die Anleitungen im Netz gelesen hat (Danke Heinkelholgi!).
Mit dem Dremel und der kleinen Trennscheibe kann man die überflüssigen Teile schnell entfernen, hier hilft auch ein Bild von Laubersheimer im Endzustand. Wichtig ist der Massekontakt des Einbauteiles und die Genauigkeit der beiden Bohrungen, so dass genügend Abstand zu den Kabelanschlüssen besteht. Der Regler war auf Wunsch auf 13,8 V eingestellt. Mit der größeren Gelbatterie springt der Motor trotz höherer Kompression augenblicklich kraftvoll an.
Den Regler mit waagerechten Anschlüssen muss man nicht höher setzen, den mit senkrechten auf jeden Fall.
Zur Nachahmung bestens empfohlen!
Bernd

Wer es wirklich wissen will....

Verfasst: 30.10.2008, 20:26
von cocopelli
Moin,

eigentlich ist schon alles gesagt..... wer es aber haarklein nachlesen will,
der begibt sich zum Thema "Welche Batterie für...." auf diese seite hier:

http://www.powerslider.de/Gespann/Batte ... terie.html

Freundliche Grüße und Spaß beim Schmökern,
~chris~

Re: Gel- bzw- Microvlies-Batterien für den Heinkel

Verfasst: 05.04.2009, 14:49
von Grisu
Hallo Forum,

ich würde gerne die Bilder von Heinkelholgi auf Seite 1 des treads sehen!
Immer wenn ich den tread aufrufe kommt ein Anmeldefenster von "http://heinkel.kpdv.de verlangt einen Benutzernamen und ein Passwort. Ausgabe der Website: " "
"

Was Tun-fisch?

Gruß

Grisu

Re: Gel- bzw- Microvlies-Batterien für den Heinkel

Verfasst: 05.04.2009, 19:37
von Matthias
Moin Grisu,
da kannst du wahrscheinlich nichts machen - habs ausprobiert und habe das gleiche Problem.
Schickt eine Mail oder PN an Heinkel-Holgi, er soll die Bilder mal direkt hier einfügen, dann kann das nicht mehr passieren.