Servus Beny,
Die Tachowelle sollte nur im unteren, zugänglichen Bereich mit Kabelbindern o.ä. fixiert sein, diese musst
Du entfernen.
Dann muss die Tachowelle aus dem Tachoantrieb herausgezogen werden .
Wenn Du dann an der Unterseite des Tachogehäuses die zwei M4 Rändelmuttern komplett abschraubst
und die Klemmbügel entfernst (soweit sie nicht von selbst geflogen kommen), kannst Du i.d.R. die
Tacho-Armatur schon mal mit der Tachowelle etwas nach oben herausziehen.
Wenn die Leitungen zu den Kontrollleuchten und zur Armaturenbeleuchtung zu kurz sind oder sich nicht weiter
aus dem Kragen herausziehen lassen kannst Du jetzt erst mal mit einer Spitzzange die beiden Kontrollampen
mit der Kunststofffassung und die Fassung der Beleuchtung aus dem Tacho ziehen.
Jetzt lässt sich der Tacho weiter aus der Lenkeröffnung ziehen und die Tachowelle lässt sich abschrauben.
vorher an das untere Ende der Tachowelle (Ende ohne Mutter) einen Bindedraht o.ä. festbinden und die Welle
nach oben herausziehen, der Draht bleibt dabei anstelle der Welle im Durchgang hängen.
Mit dem oberen Ende des Drahts bindest Du nun das untere Ende (ohne Mutter) der neuen Welle fest und ziehst sie nach
unten durch. An das oberen Ende der Welle binde ich auch immer einen kurzen Draht/Schnur, dann kann ich die Welle
oben irgendwo festbinden und loslassen, wenn sie eingeführt ist.
Der Einbau des Tachos geschieht jetzt in umgekehrter Reihenfolge:
Der O-Ring, der um das Tachogehäuse bis zum Chromring geschoben ist, muss kontrolliert, bei Bedarf erneuert werden.
Die Tachowelle wird unter leichter Drehung der Seele in den Tacho gesteckt und mit der Überwurfmutter festgeschraubt.
Bevor es weiter geht, würde ich das untere Ende der Tachoseele mit den Fingern ruckartig nach rechts drehen, dabei muss
die Tachonadel kurz etwas ausschlagen.
Tacho etwas in die Lenkeröffnung schieben und die drei Lampen in das Tachogehäuse schieben (Spitzzange).
Nachdem der tacho komplett eingeschoben ist und die Leitungen der Lampen ordentlich liegen, werden nacheinander die
Klemmbügel aufgeschoben und mit den Rändelmuttern der Tacho festgeschraubt. Dabei mit der Zange die Klemmbügel
ab und zu etwas bewegen/drehen, damit sie in die optimale Lage gebracht werden und nicht bei der ersten Fahrt schon
locker werden.
BEACHTE:
Über diese Klemmbügel bekommt das Tachogehäuse für die Beleuchtung ihre Masse. Mindestens ein Klemmbügel muss
deshalb an einer blaken Stelle der Lenker-Unterseite Kontakt haben !
Jetzt wird unter Langsamen Drehen des Vorderrades die Tachowelle in den Tachoantrieb geschoben.
Es wurde festgestellt, dass sich das untere Ende der neuen Tachowelle nicht oder nur schwer in den Tachoantrieb schieben
lässt

Deshalb Vorher Testen, bevor die Tachowelle durch die Karosserie geschoben wird !
Bei Bedarf das Alu-Endstück etwas abschleifen.
Der Gewindestift im Tachoantrieb ist nur zur Sicherung und wird nur so fest gezogen, dass er sich nicht von selbst lösen kann.
Wer schon mal einen ausbohren musste, der weiss, welche Schei... Arbeit das ist
Jetzt muss die Tachowelle mit Kabelbindern im Bereich des Lenkanschlags am Rahmen fixiert werden und wenn die diesseitige
Achsmutter etwas gelöst wird, kann der Tachoantrieb etwas verdreht werden, damit die Tachwelle bei vollen Lenkeinschlägen
nicht geknickt/gezogen wird,
NICHT VERGESSEN: Die Achsmuttern links und rechts (SW 19) werden wieder mit 60 Nm festgezogen !
Zum Schluss durch schnelles Drehen des Vorderrades prüfen, ob die Tachonadel eine geringe Geschwindigkeit anzeigt
So... das ist wieder ein halber Roman
Wenn man immer die Erfahrung und Fähigkeiten der Leute kennen würde, bräuchte man oft nur die Hälfte an Text schreiben
Jedenfalls wünsche ich viel Erfolg bei der Schrauberei
und sende