Re: Fragen zu 103-A1
Verfasst: 22.09.2020, 12:14
Moin.
Für Bernd: Ich schau nicht so oft in das Forum, werde deine Hoffnung aber jetzt befriedigen.
Für Manico: Nach 32 Jahren Standzeit und dem davor liegenden Betrieb sollten, vor dem Neustart, alle Radialdichtringe erneuert werden
( Dichtlippen haben Staubablagerungen, Oelablagerungen oder sind Ausgehärtet und stechen womöglich eine schmale Nute in die entsprechende Welle - Oelsabberei ist dann das Ergebniss ). Gerade wenn du sowieso die Lima-Kohlen kontrollierst ist auch die Erneuerung des KW-Dichtringes leicht möglich. Leicht möglich ... auch ohne das der Motor zerlegt wird (je nach Bauform den Dichtring zwischen Lippe und Aussendurchmesser ggf. 3 x anbohren oder direkt mit Spaxschrauben versehen und so Pö a`Pö mit einer Zange aus dem Sitz ziehen. Dann sieht man auch den Zustand der Dichtbahn auf der Welle und kann entsprechend einen neuen Dichtring anders, z.B. nicht so tief positionieren.
Motoroel per Spritzkanne durch den Oelnachfülldeckel in die Auffangtaschen der Kipphebel zu geben und an den Stösselstangen in Richtung
Schlepphebel und Nockenwelle zu schicken ist gut, schützt vor Trockenlauf.
Steht ein Endoskop zur Verfügung lohnt sich, vor dem Neustart, ein Blick durch das Kerzenloch immer.
Der Kompressionsdruck wird generell im warmen Motorzustand gemessen, ist meines Erachtens aber nach der langen Standzeit nicht relevant.
Interessanter ist die Qualmentwicklung nach dem Neustart und der ersten Zeit danach, genau wie das Kerzenbild.
Beim Motorlauf im Standgas kannst du den Oeleinfülldeckel aufschrauben. Natürlich spritzt dann etwas Oel raus. Kann man wegwischen. Steigt aber die Leerlaufdrehzahl enorm, so ist dies ein Zeichen für einen hohen Druck im Kurbelgehäuse im geschlossenen Zustand. Der Druck aus dem Brennraum streift dann an den Kolbenringen vorbei, ggf. laufen die sich aber wieder ein. Den Oelstand dann zunächst an der unteren Grenze einstellen, der Raum unter dem Kolben ist ja dann größer.
Bei der Erneuerung der Lenkkopflager lohnt sich ( an der Mutter die den Lagerring trägt und womit das Lagerspiel eingestellt wird ) der Austausch der Stiftschrauben ( die zur Spreizung der Gew.-Steigung, und damit zur Sicherung der Mutter angezogen werden ) gegen solche mit Innensechskant
( DIN 914 oder 915 ). Wenn das Lenkkopflager nachgestellt werden soll, sind diese besser zugänglich.
Beim 103 A1 und A2 Rahmen ist zusätzlich zur beschriebenen Überprüfung des Lenkkopfwinkels ( Hauptrohr ) auch die Kontrolle der Parallelität der
Motorlagerausleger zueinander, zum unteren Bereich des Hauptrohres und auch deren Parallelität zu den oberen Rohren ( Stossdämpfer/ Tankträger )
zu kontrollieren. Der untere Bereich des Hauptrohres muss Rechtwinklig zur Kopfplatte des Rohrknoten stehen.
Bei vielen Rollern sieht man, das die Kofferkastenunterkante nicht Parallel zum Trittbrett steht. Dies ist die Ursache.
Bis dann.
Für Bernd: Ich schau nicht so oft in das Forum, werde deine Hoffnung aber jetzt befriedigen.
Für Manico: Nach 32 Jahren Standzeit und dem davor liegenden Betrieb sollten, vor dem Neustart, alle Radialdichtringe erneuert werden
( Dichtlippen haben Staubablagerungen, Oelablagerungen oder sind Ausgehärtet und stechen womöglich eine schmale Nute in die entsprechende Welle - Oelsabberei ist dann das Ergebniss ). Gerade wenn du sowieso die Lima-Kohlen kontrollierst ist auch die Erneuerung des KW-Dichtringes leicht möglich. Leicht möglich ... auch ohne das der Motor zerlegt wird (je nach Bauform den Dichtring zwischen Lippe und Aussendurchmesser ggf. 3 x anbohren oder direkt mit Spaxschrauben versehen und so Pö a`Pö mit einer Zange aus dem Sitz ziehen. Dann sieht man auch den Zustand der Dichtbahn auf der Welle und kann entsprechend einen neuen Dichtring anders, z.B. nicht so tief positionieren.
Motoroel per Spritzkanne durch den Oelnachfülldeckel in die Auffangtaschen der Kipphebel zu geben und an den Stösselstangen in Richtung
Schlepphebel und Nockenwelle zu schicken ist gut, schützt vor Trockenlauf.
Steht ein Endoskop zur Verfügung lohnt sich, vor dem Neustart, ein Blick durch das Kerzenloch immer.
Der Kompressionsdruck wird generell im warmen Motorzustand gemessen, ist meines Erachtens aber nach der langen Standzeit nicht relevant.
Interessanter ist die Qualmentwicklung nach dem Neustart und der ersten Zeit danach, genau wie das Kerzenbild.
Beim Motorlauf im Standgas kannst du den Oeleinfülldeckel aufschrauben. Natürlich spritzt dann etwas Oel raus. Kann man wegwischen. Steigt aber die Leerlaufdrehzahl enorm, so ist dies ein Zeichen für einen hohen Druck im Kurbelgehäuse im geschlossenen Zustand. Der Druck aus dem Brennraum streift dann an den Kolbenringen vorbei, ggf. laufen die sich aber wieder ein. Den Oelstand dann zunächst an der unteren Grenze einstellen, der Raum unter dem Kolben ist ja dann größer.
Bei der Erneuerung der Lenkkopflager lohnt sich ( an der Mutter die den Lagerring trägt und womit das Lagerspiel eingestellt wird ) der Austausch der Stiftschrauben ( die zur Spreizung der Gew.-Steigung, und damit zur Sicherung der Mutter angezogen werden ) gegen solche mit Innensechskant
( DIN 914 oder 915 ). Wenn das Lenkkopflager nachgestellt werden soll, sind diese besser zugänglich.
Beim 103 A1 und A2 Rahmen ist zusätzlich zur beschriebenen Überprüfung des Lenkkopfwinkels ( Hauptrohr ) auch die Kontrolle der Parallelität der
Motorlagerausleger zueinander, zum unteren Bereich des Hauptrohres und auch deren Parallelität zu den oberen Rohren ( Stossdämpfer/ Tankträger )
zu kontrollieren. Der untere Bereich des Hauptrohres muss Rechtwinklig zur Kopfplatte des Rohrknoten stehen.
Bei vielen Rollern sieht man, das die Kofferkastenunterkante nicht Parallel zum Trittbrett steht. Dies ist die Ursache.
Bis dann.