Hallo liebe Heinkefreunde , ich heiße Johann Konrad ,bin in Österreich zuhause , Jahrgang 1968 , mein Zwillingsbruder Heinz und ich sind seit dem 11. Lebensjahr Heinkelbesitzer , ich bin seit 2012 Mitglied beim HCD und hier im Forum vollkommen neu .Ich hab letzte Woche unsere Heinkel - Geschichte mit einigen Bildern zwecks Veröffentlichung unter "die Fahrzeuge unserer Mitglieder " an Martin Heinemann geschickt und Martin hat mich motiviert zur " Ösi Eigenbau Schaltraste " was zu schreiben.
Der ursrüngliche Plan war der Nachbau der Schaltraste wie auf der Website von "Heinkel-Ei.de" , Ich halte diese Methode für richtig gut , ist auch in Wahrheit sehr nahe an der Originalversion vom A0. Der Versuch scheiterte an der Präzesion der Bohrungvorbereitung , wir haben ( von der Seite betrachtet ) nicht in die Mitte der Schaltwalzenlagerbohrung getroffen . Dies hatte zur Folge das bereits in der " Trockenprobe " ( Motor provisorisch zusammengebaut , ohne Kurbel - und Nockenwelle , nur Getriebe) ,zu spüren war, daß raufschalten viel schwerer war als runterschalten . Die Rastenkugel hatte in eine Richtung einen spitzeren Winklel zu überwinden als in die andere . Scheiiissseee !!!!!
Ohne Rasterung wollten wir den Motor aber auch keinesfalls zusammenbauen , und nach langer zeit des nachdenkens , schlaflosen Nächten und unzähligen Kopfwehtabletten fiel mir der Platz für den Eigenbau Rasterring auf Höhe des 2. Ganges auf. Weiter rechts geht nicht , ich hätte die Schaltgabelbahn in der Schaltwalze abgedeckt . Weiter links geht auch nicht ,das Zahnrad für den 1. Gang ist zu groß. Dann kam die" Eigenbau Rastenschwinge " die ich gefühlte 500 mal abändern mußte , an die Reihe. Ich mußte unbedingt einen 90 Grad Winkel zwischen der Mitte der Schaltwalze ,der Mitte des 19mm Lagers und der Mitte des Schwingenlagerpunktes erreichen. Die Feder mußte unbedingt von aussen zugänglich sein ,ich hatte panische Angst das ich später bemerke ,daß meine Rasterung zu stramm oder zu locker ist , eine nachtägliche Korrektur war aber am Ende gar nicht nötig , wäre aber möglich. Das durchbohren des Motorgehäuses an 2 Stellen wird mir sicher keinen Beifall einbringen , ich halte das auch selbst für relativ brutal , ging aber nicht anders.
Irgendwann war dann alles fertig , hat die Trockenprobe bestanden und funktioniert seit mehreren Jahren wirklich gut.
Mein Bruder Heinz und ich schließen uns voll inhaltlich bei allen Heinklern an ,die sagen daß man Heinkel schalten auch mit der weltbesten ( wie auch immer die aussehen mag ) Rasterung erst mal lernen muß !
Viele Grüsse aus Österreich und allzeit Gute Fahrt Johann