Hallo Heinkelfreunde,
auch diesen Thread kann ich für mich (Dank der Hilfe von Heinkel-Bernd) schließen.
Ich habe den Tacho mittlerweile
- ausgebaut
- total zerlegt (der bereits einmal geöffnete Chromring blieb heil)
- intensiv gereinigt (im Ultraschallbad); für die reinen Metallteile kam ein Spezialreinigungsmittel, das mir ein befreundeter Uhrmacher geschenkt hat zum Einsatz, für die Kunststoffteile des Kilometerzählers nur warmes Wasser und Spüli
- alle beweglichen Teile abgeschmiert (Kunststoffteile mit silikonbasiertem Schmiermittel für Uhren, Metallteile mit Waffenöl)
- das Gehäuse innen weiß lackiert (dadurch wirkt die Tachobeleuchtung etwas heller)
- das "Tachoglas" mit einem Poliermittel für Kunststoff- und Plexiglasscheiben von Kratzern befreit
- wieder zusammengebaut (Blende, Glas und Chromring wurden an den Rändern mit einer dünnen Schicht dauerelastischer Gehäusedichtmasse bestrichen, um den Tacho wasserdicht zu bekommen)
- Chromring wieder umgebördelt (die Tipps von Heinkel-Bernd aus einem anderen Forenbeitrag dazu waren sehr hilfreich, aber auch der Tipp eines anderen Benutzers, den Chromring mit Hilfe einer großen Nuss zu bearbeiten war Gold wert)
- wieder eingebaut und getestet
Ergebnis: Alles in Ordnung, der Tacho funktioniert wieder einwandfrei.
Ich habe von der Revision ein paar Fotos geschossen - falls jemand daran interessiert ist, stelle ich diese gerne zur Verfügung.
Ein Problem konnte ich leider nicht lösen: die Tachonadel wollte sich ums Verrecken nicht abziehen lassen. Auch mein Uhrmacher-Freund hat es mit dem ihm verfügbaren Spezialwerkzeug nicht geschafft (die Tachonadel scheint extrem fest verpresst zu sein). Dadurch konnte ich die ursprünglich geplante Restaurierung des Zifferblatts leider nicht machen. Und die Tachonadel selbst musste im aufgepressten Zustand neu lackiert werden (was mir aber tatsächlich gelungen ist, ohne das Zifferblatt zu versauen

)
Das Ganze war durchaus mit überschaubarem Aufwand und geringen Mitteln machbar. Eine Feinmechanikerlehre ist dafür nicht unbedingt nötig
Viele Grüße,
Bernd