Hallo Bernd,
Glückwunsch zur "nie mehr-Ärger-Batterie"

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Die Daten sind identisch mit meiner. Für dich bedeutet das,wenn du einen elektronischen Regler bei Laubersheimer orderst, dann lass die Ladespannung auf 13,8 Volt und den Ladestrom auf 6 A einstellen. Die Angaben "cyclic use" und "standby use" sind natürlich auf den häufigsten Verwendungszweck dieser Batterien, nämlich NICHT in Fahrzeugen, sondern bspw. in Alarmanlagen, ausgelegt. Eigentlich könnte man meinen, im Heinkel liegt zyklischer Betrieb vor, denn der Akku wird ja immer wieder von Laden auf Entladen umgeschaltet. Man könnte also den Regler auf 14,4 V einstellen. In der Praxis hat sich aber wohl gezeigt, dass das bei längeren Fahrstrecken, sagen wir von mehr als zwei Stunden, schon zu Batterieschäden durch Überladung führen kann.
Die langen Ladeperioden bei längeren Fahrtstrecken entsprechen daher mehr dem "standby"-Betrieb. Mit der Einstellung deines Reglers auf 13,8 V bist du auf der sicheren Seite, auch, wenn du mehr Kurzstrecke fährst. Gleichzeitig ergibt sich der Nebeneffekt, dass sämtliche Glühlampen deines Heinkel etwa 30% länger halten als bei 14,4 V, ohne dass sie merklich dunkler brennen. Und die Tatsache, dass der Akku bei 13,8 V nicht "knallvoll" (wie bei 14,4 V) wird, kann man unter den Tisch fallen lassen, weil die vergleichsweise riesige Kapazität von 18 Ah sowieso nie ausgenutzt wird. Er hat dann vielleicht "nur" noch 17 Ah!
Der "initial current" ist der sog. Anfangsladestrom bei völlig entleertem Akku. Hierzu ein kurzer Ausflug in die Akkutechnik: ein entladener Bleiakku hat durch die nur geringe Gegenspannung einen kleinen Innenwiderstand, der beim Anschließen einer Ladestromquelle mit Akkunennspannung (13,8 V) zu einem sehr hohen Ladestrom führt, der ohne Begrenzung den Akku zerstören kann. Steigt dann durch die Ladung die Klemmenspannung des Akkus, fällt auch sehr schnell (d.h. innerhalb von etwa 2 Minuten) der Ladestrom auf Werte unterhalb von 5 A. Bleiakkus werden ja, zumal im Fahrzeug, mit konstanter Spannung bei automatisch fallendem Strom geladen. Da die Lichtmaschine also immer ihre am Regler einjustierten 13,8V liefert, muss der Ladestrom begrenzt werden, um a) die Lima vor Überlast und b) den Akku vor Überladung zu schützen. Die Heinkel-Lima hat eine Nennleistung von 90 W (in der Praxis kann diese ohne Probleme um 20 W überschritten werden), was einem max. Strom von 6,47 A entspricht. Normalerweise kann man also den Ladestrom auf max. 7 A einstellen, aber der Akkuhersteller möchte gern höchstens 5,4 A Anfangsladestrom haben.
Also sagen wir mal, völlig leer wird der Akku niemals, es sei denn, du vergisst das Licht auszuschalten, während der Roller eine Woche in der Garage steht. Die 6 Ampere sind daher ein guter Kompromiss, wenn es gilt, die Lima möglichst auszunutzen und den Akku im Falle eines (Tiefentlade-) Falles zu schonen.
Beachte bitte: bei einer vollen oder nur teilentladenen Bleibatterie (auch ein Gelakku ist ja eine solche) beträgt der Ladestrom nur einen Bruchteil des Anfangswertes, in der Praxis fließen bei gut geladenem Akku nur noch rund 100-200 mA! Das ist so "viel", wie ein Taschenlampenbirnchen verbraucht! In diesem Fall ist es also völlig wurscht, auf welchen Strom dein Regler eingestellt ist, wichtig ist das einzig und allein bei leergelutschter Batterie!
Ich hoffe, du konntest mir folgen. Im Übrigen weise ich auf meinen Beitrag zum Thema "Regler" auf Ptengs Seite hin

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Greetings
Holgi