@Pema: Du schreibst
... Kolben/Gehäuse unrund, verschließen, dadurch kommt zu viel Sprit im Stadtverkehr/ Teillastbereich, in den Vergaser – gleich zu fett. ...
Für das Luft zu Benzin Verhältnis im Teillastbereich sind
nur die Schiebernadeldüse und die Schiebernadel verantwortlich. Im stationären Teillastbetrieb (solange also nicht am Gasgriff
gedreht wird, sondern der in einer konstanten Teillaststellung steht) pumpt die Beschleunigerpumpe nichts, sondern es strömt nur Benzin gleichmäßig durch. Und wieviel durchströmt bestimmt die Stellung der Schiebernadel in der Schiebernadeldüse. Sie gibt dort in einer bestimmten Stellung einen bestimmten Ringspalt frei. Die jeweilige Größe dieses Spaltes bestimmt die jeweilige Benzinmenge.
Erst wenn am Gasgriff auf "mehr Gas" gedreht wird pumpt die Beschleunigerpumpe während des Drehens am Griff zusätzliches "Beschleunigungsbenzin" in den Vergaserquerschnitt. So wird zum Beschleunigen das Gemisch vorübergehend angefettet. Das bewirkt die Feder in der Pumpe, die den Kolben hochdrückt, wenn die Schiebernadel etwas Kolbenweg frei gibt.
Sind nun Kolben und/oder Pumpengehäuse verschlissen, wird mit Drehen am Gasgriff
nicht mehr zusätzliches Beschleunigungsbenzin in den Vergaserquerschnitt gepumpt, sondern eher weniger, weil der Kolben das Benzin zum Teil einfach in den Spalt zwischen ihm und dem Gehäuse drückt. Das Gemisch wird also bei einer angestrebten Beschleunigung eher abgemagert.
Solange sich der Kolben in der Pumpe frei bewegt und das Plättchen richtig arbeitet, wurde ich kein Teil der Pumpe erneuern. Das wird keinen Effekt haben.
Ich habe auch schon sehr brutal ein offensicht deformiertes Pumpengehäuse freihand mit 8er Bohrer wieder halbwegs rund gebohrt, so dass der Kolben wieder frei beweglich war.
Mein Eindruck ist sogar, dass die Überfettung beim Beschleunigen etwas günstiger ausfällt und der Motor nach Aufdrehen aus Standgas gleichmäßiger die Drehzahl erhöht.
Gruß
Hans